Vanlifer und Problemlöser on Tour

Autor: Tribolias (Seite 1 von 2)

Indisches Butter Chicken mit Naan Brot und Reis

Für 4 Personen

1 kg Hänchenbrustfilet

Marinde:

2 TL Paprikapulver

2 EL Limonen / Zitronensaft

2 TL Salz

300 g Joghurt 

< 1/2 TL Cayennepfeffer

1 EL Tikka Masala

1 EL Tandori Masala

2 Knoblauchzehen 

2 Daumen Ingwer

Soße:

2 x 4 EL Butter

2 Zwiebeln

1000g passierte Tomaten (alternativ Tomatensauce aus dem Glas)

2 TL Zimt

2 TL Salz

< 1/2 TL Cayennepfeffer

2 Daumen Ingwer

2 Knoblauchzehen 

2 EL Honig

300ml Sahne

Naan Brot (für 6 Personen)

250 g Mehl

1 TL Salz

30 g Joghurt

125 g warmes Wasser

Etwas Butter

1 pck Backpulver

Marinade:

Die komplette Marinade in eine Schüssel geben und mit dem Fleisch gut vermengen. Danach mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen – besser über Nacht.

Im Anschluss im Backofen bei 200 Grad Celsius bei Ober- und Unterhitze in der gleichen Schüssel für 25 min garen.

Soße:

Die Zwiebeln kleinschneiden. Jetzt ist die perfekte Zeit, um das marinierte Fleisch in den Ofen zu geben.

Die Zwiebeln mit 4 Esslöffel Butter anschwitzen. Danach mit den passierten Tomaten ablöschen und alle Zutaten bis auf Honig, Sahne und Butter für 20 min auf kleiner Stufe köcheln.

Nach dieser Zeit die Sahne, den Honig und nochmals 4 Esslöffel Butter hinzugeben.

Im Anschluss das Fleisch aus dem Ofen nehmen und komplett mit der Marinade in den Topf löffeln.

Noch einmal 2 min aufkochen und fertig servieren.

Naan Brot:

Mehl mit Salz und Backpulver vermischen, dann Joghurt und Wasser unterkneten. 1 Std. Ruhen lassen.

Den Teig in 6 gleiche Stücke schneiden und zu Fladen ausrollen, mit flüssiger Butter bestreichen.

In einer heißen Pfanne ohne weiteres Fett von beiden Seiten ca. 1 Minute anbraten.

Indisches Butter Chicken mit Naan Brot und Reis

Internet – die Lebensader des Vanlife

Wie komme ich bitte nach „PARALIA“, wie auf dem Schild? Und wo liegt das eigentlich? Was bedeutet das? Warum geht mein Online- Übersetzer für Portugiesisch, Spanisch, Ungarisch, Bulgarisch, Italienisch oder Griechisch nicht?

Für Vanlifer ist das Internet weit mehr als nur eine Annehmlichkeit – es ist das Tor zur Freiheit. Mit einer stabilen Verbindung wird jeder Ort zum Büro, jede Straße zur nächsten großen Entdeckung. Ob Navigation zu versteckten Stellplätzen, Wetter-Updates in Echtzeit oder der Kontakt zur Familie per Videoanruf – das Netz hält alles am Laufen.

Es ermöglicht flexibles Arbeiten von überall, den Austausch mit der Community und das Teilen unvergesslicher Erlebnisse. Ohne Internet? Kein Remote-Job, keine spontane Routenplanung, kein digitales Nomadentum.

Allerdings weiß ich mit dieser Uhr und einer Karte, wo ich bin…

Uhr mit Koordinaten

In einer Welt, die immer vernetzter ist, ist eine zuverlässige Internetverbindung für Vanlifer nicht nur praktisch – sie ist essenziell für ein Leben voller Abenteuer und Unabhängigkeit.

Handyvertrag finden (externer Link)

Für unsere angepasste Lebenssituation mussten wir jetzt aktuell auch unsere Verträge anpassen. Unter dem oben stehenden Link haben wir für uns das Perfekte gefunden.

Das Geheimnis des Alfa Romeo

Wandern ist unsere Leidenschaft – in kürzester Zeit kennen wir jede Gasse und jeden Pfad rund um unseren aktuellen Standort. Heute nutzten wir die Gelegenheit, während die Kinder nach einem anstrengenden Vortag ausschliefen, um eine Erkundungstour in die umliegenden Berge zu unternehmen.

Ein schmaler Weg führte uns durch einen idyllischen Park, über eine alte Steinbrücke und dann stetig bergauf, flankiert von Mäuerchen und wilden Sträuchern. Plötzlich blieb ich stehen. Vor uns lag ein einsames Rad – ein Alfa Romeo-Rad, noch mit Bremssattel und Radnabe. Als Technik-Fan war mein Interesse sofort geweckt.

Doch das war erst der Anfang. Wenige Meter weiter fanden wir eine Antriebswelle, verstreute Edelstahlkugeln eines Kugellagers glänzten auf dem Asphalt. Dann eine Feder – achtlos neben einem Mülleimer liegend. Noch ein Stück den Berg hinauf – eine zerbrochene Lagerschale. Und dann: Der „Stein des Anstoßes“. Offenbar hatte hier jemand mit voller Wucht etwas getroffen.

Die Spuren erzählten eine Geschichte: Ein Fahrer, der trotz eines heftigen Zusammenstoßes weiterfuhr, eine Ölspur und verstreute Fahrzeugteile hinterließ – bis sich schließlich das gesamte Vorderrad samt Bremse verabschiedete. Warum er trotzdem noch fast einen Kilometer schaffte? Das blieb ein Rätsel.

Auf dem Rückweg wollten wir den Alfa Romeo finden. Doch er war verschwunden – als hätte es ihn nie gegeben.

Heizung mit „Plot Twist“ – Unser eiskaltes Abenteuer

Eine Heizung ist super – wenn sie funktioniert.

Unser altes Hymermobil hatte eine klassische Gasheizung – warm und zuverlässig.

Unser heutiger Bus? Ein Holzofen und etwas Dämmung sollten reichen. Dachten wir. Doch dann kam die Kälte.

Der Dieselzuheizer schluckte 5 Liter pro Stunde und schaffte es trotzdem nicht, den Bus auf Temperatur zu bringen. Da lief dann immer noch der Holzofen UND eine Gasheizung mit. Eine russische 4kW-Zusatzheizung musste her. Einbau, Test – lief perfekt! Bei nur noch 0,5 Liter Diesel pro Stunde schafft sie 17 Grad mehr als draussen. Und das reichte bisher bis auf 3 Tage aus. Bis sie eines Nachts plötzlich ausging. Fehler 13. Diagnose: Ein verstopfter Dieselfilter für 1,30 €. Vorsichtshalber habe ich aber auch noch die Heizung von Ruß befreit.

Filter getauscht – Heizung läuft! Doch dann fiel sie wieder aus. Lag es am Diesel? Tatsächlich: Sommerdiesel flockt bei Kälte. Also frischen Diesel eingefüllt – und voilà, Wärme!

Aber der wahre Plot Twist? Nach stundenlanger Fehlersuche stellte sich heraus: Die Dieselpumpe schafft es bei nicht bei Kälte, den Diesel bzw. das Heizöl durch den Filter zu ziehen. Außerdem ist das eine Heizung russischer Bauart, die braucht gar keinen Dieselfilter! Entfernt – und seitdem läuft sie ohne Probleme.

Fazit: Manchmal ist weniger mehr – und Wärme ist unbezahlbar.

pH-Wert

Der pH-Wert ist ein Maß für den Säure- oder Basengehalt einer wässrigen Lösung. Im Zusammenhang mit der Umkehrosmose zum Erhalt reinen Trinkwassers spielt er eine zentrale Rolle.

Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder basisch eine Lösung ist. Er reicht von 0 bis 14, wobei Werte unter 7 als sauer und Werte über 7 als basisch gelten. Ein pH-Wert von 7 ist neutral, wie es bei reinem Wasser der Fall ist. Der pH-Wert beeinflusst nicht nur den Geschmack und die Verträglichkeit von Wasser, sondern auch, wie es mit anderen Stoffen reagiert.

Hier eine allgemeine Übersicht:

  • Magensäure: pH 1–2 (sehr sauer)
  • Essig: pH 2,5–3,5
  • Kaffee: pH 4–5
  • Reines Wasser: pH 7 (neutral)
  • Blut: pH 7,35–7,45 (leicht basisch)
  • Seifenlösung: pH 9–10 (basisch)
  • Bleichmittel: pH 12–13 (sehr basisch)

Im Folgenden ein paar eigene Messungen mittels Teststreifen:

Reines Osmosewasser ohne Remineralisierung

Das Umkehrosmosewasser hat nach der Filtration oft einen pH-Wert zwischen 5 und 6, was leicht sauer ist. Bei dieser Messung bzw. Anlage liegt der Wert zwischen 6 und 7.

Das gleiche Umkehrosmosewasser mit etwas Natron.

Der Wert ist basisch und liegt zwischen 7 und 8.

Das Natron vorsichtig dosieren, dann macht es am Geschmack kaum etwas aus.

Frisch gepresste Zitrone

Der Wert liegt näher an 1 als an 2.

Das Zitronenwasser ist ein Sonderfall, denn obwohl es sauer ist, ist es im menschlichen Körper basenbildend.

Das Zitronenwasser mit etwas Natron.

Der Wert liegt zwischen 2 und 3 – Natron hebt den pH Wert an.

Kaffee

Der Wert liegt zwischen 5 und 6.

Es gibt verschiedene Methoden, den pH-Wert zu messen:

  1. pH-Teststreifen: Einfache Methode, bei der der Streifen seine Farbe je nach pH-Wert der Lösung ändert – sieh oben.
  2. pH-Meter: Ein elektronisches Gerät, das sehr genau den pH-Wert misst, indem es die elektrische Spannung in der Lösung analysiert.

Mit diesem digitalen pH- Messgerät kann man den Wert schnell und exakt ablesen. Die 3 Tütchen mit speziellen Salzen sind zum Abgleich des Messgerätes notwendig.

Der pH-Wert und die Umkehrosmose stehen in engem Zusammenhang, wenn es um die Wasseraufbereitung geht. Während die Umkehrosmose eine extrem effektive Methode zur Entfernung von Verunreinigungen ist, kann sie das Wasser leicht sauer machen. Eine pH-Anpassung nach der Filtration, z. B. durch Remineralisierung, sorgt für gesünderes und stabileres Wasser, das sowohl für den menschlichen Verzehr besser geeignet ist.

Messgeräte

Messgeräte sind das A und O eines jeden Handwerkers. Einfach nur ein Metermaß, umgangssprachlich Zollstock, eine Wasserwaage oder ein hochpräzises Gerät um kleinste Ströme oder gar Feuchtigkeit zu detektieren.

Hier möchte ich euch einfach ein paar grundlegende Messgeräte aufzeigen. Fast alle habe ich selbst, das Ein- oder Andere habe ich mir mal zu Testzwecken geliehen.

Mein wichtigstes Gerät – das Multimeter. Nicht nur für uns im eigenen Bus, sondern auch bei vielen anderen Campern. Auch auf Campingplätzen, selbst in der Wohnung oder im Haus ist er für viele ein wichtiges Werkzeug.

Die Hauptfunktion dieses Gerätes ist das Messen der aktuellen Spannung. Ob an einer Batterie, einer Steckdose oder irgendeiner offenen Leitung.

Das Zangenamperemeter.

Der Vorteil dieses Messinstrumentes ist es, dass man Ströme messen kann, ohne die Leitungen auftrennen zu müssen. Dies hilft, um den Stromfluss zwischen Laderegler, Netzteil und verschiedenen Verbrauchern zu quantifizieren. Oder aber auch um Fehlerströme oder „blinde“ Verbraucher ausfindig zu machen.

Dieses besondere Zangenamperemeter ist leider (noch) nicht meines. Ich habe es mir ausgeliehen, um den Ableitstrom in den Schutzleitern der einzelnen Verbraucher zu messen. Warum? Der FI, der sogenannte Fehlerstromschutzschalter ist ständig „geflogen“. Mit diesem Tool konnte ich die Geräte mit den zu hohen Ableitströmen einfach ausfindig machen.

Feuchtemessgerät

Dieses Gerät verwende ich, um in Wohnmobilen und Caravans beschädigungsfrei Feuchtigkeit zu lokalisieren. Es zeigt zuverlässig an, ob das Dach, die Wand oder der Boden schon feucht sind. So kann man zeitnah gegensteuern bzw. vor der nächsten Regensaison die fehlerhafte Stelle finden und abdichten.

Im Folgenden möchte ich euch eine Übersicht mit sinnvollen Messgeräten geben.

Wasserfilter

Wasser ist die Grundlage des Lebens, doch sauberes Trinkwasser ist nicht überall selbstverständlich. Obwohl das Leitungswasser in vielen Ländern von guter Qualität ist, kann es dennoch Verunreinigungen wie Schwermetalle, Mikroplastik oder chemische Rückstände enthalten. Wasserfilter bieten eine effektive Lösung, um Trinkwasser von solchen Verunreinigungen zu befreien und seine Qualität zu verbessern.

Die Masse der Menschen macht sich über Wasser nicht so viele Gedanken – es ist doch das am Besten kontrollierteste Lebensmittel in Deutschland, oder? Da reicht in der Regel ein Sand bzw. Sedimentfilter in der Hauswasseranlage für den groben Schmutz.

Und wie ist das in Wirklichkeit mit den Grenzwerten?

Auch im Wohnhaus besteht Handlungsbedarf: Aktivkohlefilter, Ionenaustauscher (Enthärter), Keramikfilter, Umkehrosmoseanlagen und weitere Anlagen wie Energetischerer, Wirbler, Strukturieren, …

Alles für sauberes Wasser, guten Geschmack, mögliche Kosteneinsparungen und ein gutes Gefühl. Im Wohnmobil ist das aber noch einmal etwas schwieriger umzusetzen – aufgrund von Platz, Gewicht und Energieverbrauch.

Hier kommt das Wasser nicht von den Stadtwerken in irgendwelchen Rohren mit hohem Durchsatz, sondern es wird in der Regel in einem Kunststofftank gelagert. Über Tage, manchmal Wochen. Wer nicht dauerhaft im Camper wohnt, hat es auch mal über Monate im Tank stehen…

Aber wie bekommen wir jetzt das kühle Nass möglichst sauber in den Tank und wie hält es dort frisch?

Der Tank ist ja meist im Dunkeln verbaut und in der Regel auch nicht der wärmste Ort. Soweit schonmal gut!

Zu Anfang im Hymermobil haben wir einfach mit dem Gartenschlauch Leitungswasser eingefüllt. 120 l, dann kam es oben wieder heraus. Wir waren voll. Bevor es dann aber im April 2022 ohne Haus als Backup losging, mussten wir ja wo anders Wasser tanken. An Brunnen, an öffentlichen Wasserstellen, Friedhöfen usw.

Zuerst habe ich mir auch hier wieder einen Alb Befüllungsfilter gekauft bzw. gebaut. In unserem Haus hatten wir in der Dusche und in der Küche die Albfilter. Diese kamen mit ins Wohnmobil. Da ich nicht wusste, was unser Vorbesitzer alles mit dem Tank angestellt hatte, habe ich einen Alb Filter Nano hinter die Wasserpumpe gesetzt und den Tank mit CDL gereinigt und desinfiziert. Somit war jetzt unser Tankwasser Trinkwasser. Für den Befüllungsfilter haben mir dann nur ein paar Adapter gefehlt, welche schnell bestellt und eingebaut waren. Und somit hatte ich am Ende einen „Active“ und einen „Nano“ mit einem „Sedimentfilter“ in Reihe – so wie in der Werbung.

Doch noch vor dem ersten Einsatz habe ich diesen Filter wieder verworfen. Warum? Es soll in Regionen gehen, wo es auch echt schlechtes Wasser gibt (Algen, Schwebepartikel, Sand, komischen Glibber, …) – und da setzt der Albfilter schnell zu und muss ersetzt werden. Für deutsches Leitungswasser und gut 80% aller Wasserstellen die wir genutzt haben, ist er super.

Für uns wurde es dann Kombifilter mit Keramik (0,2 µm) und Aktivkohleblock (1 µm). Etwas klobig das Teil, aber es ist für jedes Wasser gut und einfach mechanisch reinigbar.

Hier unser Aufbau mit zusätzlicher Wasserpumpe aus der Gießkanne heraus und Strommesszange – Testaufbau erfolgreich. Die Spannung bricht ein auf 9,8 V bei 3,1 A und schafft so ca. 1 Liter Wasser in der Minute.

Nach wenigen Tagen auf Tour haben wir dann einmal frisches Wasser gebraucht. Dieses an einem scheinbar sauberen Gebirgsfluss in Frankreich. Laut den Einheimischen soll das Wasser top sein… Allerdings wollte nicht mal unser Hund das „frische“ Wasser trinken. Gefiltert war es für den Hund und dann auch für uns top.

Mit unserem Hymermobil hatten wir somit die Wasserproblematik gelöst.

Aber wir wollten mehr. Es sollten keine Getränke mehr im großen Stil gekauft werden. Somit wollten wir das Wasser noch besser filtern, um es aus dem Tank direkt trinken zu können. Wie schon damals im Haus musste also eine Osmoseanlage, korrekt Umkehrosmoseanlage her. Und ein größerer Vorfilter.

Hier unsere Filtereinheit im ausgebauten Zustand für Reinigungszwecke. Man sieht gut die 4 Keramikfilter mit je 0,2 µm. Jeder Filter ist demontierbar und einfach mit einem Schmirgelpapier reinigbar.

Hier die 4 Aktivkohlefilter mit 10 µm.

Hier im eingebauten Zustand. Im Hintergrund kann man noch einen UV-Filter erkennen, der nach dem Tank und nach der Pumpe vor der Wasserverteilung in Reihe geschaltet ist. (Und ganz hinten den Warmwasserboiler.)

Zu Anfang habe ich regelmäßig noch Hydroxil zur Reinigung in den Tank gegeben, dies aber nach ein paar Monaten sein lassen. Stattdessen ist jetzt in jedem Tank eine Silberkugel. Hin und wieder kommt auch mal CDL rein, wenn Verdacht auf „Böses“ besteht… Hier der Blick in einen der beiden 350 l Frischwassertanks mit der Kugel – auch nach knapp 18 Monaten ist der Tank komplett sauber.

Gut, das Wasser ist zum Waschen, Duschen, Spülen usw. top.

Aber wie ist es als Trinkwasser?

Ja, man kann es trinken, ist aber nicht so toll. Deswegen haben wir dahinter als Trinkwasserspender eine Umkehr-Osmoseanlage. Eine sogenannte ‚Direct Flow“ Anlage ohne eigenen Tank.

Normale Umkehr-Osmoseanlagen erzeugen relativ wenig Nutzwasser bei sehr hohem Abwasseranteil. Um zügig ein Glas oder eine Flasche füllen zu können haben solche Anlagen in der Regel einen Zusatztank. Obwohl wir schon Platz haben, wollte ich aber keinen Tank. Und somit haben wir uns eine Anlage gesucht, die direkt Umkehr-Osmosewasser produziert und dabei wenig Abwasser erzeugt.

Hier die im Küchenunterschrank verbaute Anlage. Mit Druckminderer davor und Energetisierer danach. Und aus Schaden wird man klug – mit zusätzlichem 10″ Kalkfilter …

Unser Wasserhahn in der Küche hat extra einen Hebel für das Osmosewasser. Wie praktisch und gut.

Allerdings war das unterwegs nicht immer so. An einem recht großen Campingplatz in Portugal glich das Frischwasser eher einem abgestandenen Aquarium, so dass unsere Osmoseanlage nur noch Fehler anzeigte und zu streiken drohte.

Mit einem TDS Messgerät habe ich einen Wert von 875 (!) in meinem Tank gemessen… Nach der Osmoseanlage waren es immer noch knapp 400. Viel zu viel. Für Frischwasser sind Werte bis 500 ppm normal. Mit der Anlage sollte man auf um die 20 ppm kommen (zuzüglich Remineralisierung). Somit musste ein weiterer Vorfilter vor den Tank.

Nachdem ich verschiedene 10″ Filter getestet hatte, habe ich eine weitere Osmoseanlage vor den Frischwassertank gebaut. Diese hat die Fremdkörper im Frischwasser von 875 ppm auf 97 ppm reduziert. Unsere eigentlich Osmoseanlage konnte dann weiter auf 10 ppm reduzieren. So soll es ein.

Und wie lange halten diese Filterelemente jetzt eigentlich?

Also so ein Keramikfilter soll ca. 50.000 Liter halten. Da wir 4 Stück haben ca. 200.000 Liter. Also etwa 4 Jahre.

Der Aktivkohlefilter je 16.000 Liter oder 1 Jahr – also 64.000 Liter. Oder länger, wenn das Wassere wenig belastet ist. Wir haben die Filter jetzt ca. 21 Monate im Einsatz. Bisher ist alles gut und ein Wechsel aus meiner Sicht noch nicht notwendig.

Im Tank sind ja aktuell, wie oben beschrieben, Silberkugeln. Diese sollten nach 12 Monaten gewechselt werden. Nach ca. 14 – 15 Monaten habe ich diese erstmalig gewechselt. Das war auf jeden Fall nötig. Man hat schon sehr starke Schwarzverfärbungen an den Silberdrähten gesehen.

Die UV- Lampe soll auch 12 Monate halten. Auch diese habe ich aktuell, allerdings erst nach 21 Monaten gewechselt.

Wie habe ich herausgefunden, dass sie noch funktioniert hat?

Einfach über den Stromverbrauch. Dieser hat sich einfach vor 2 Tagen um den Leistungsverbrauch der Lampe verringert. Lebensdauer somit von 21 anstatt 12 Monaten.

Der Kalkfilter vor der Umkehrosmoseanlage soll etwa 2 – 3.000 Liter halten. Aktuell war dieser nach 3 Monaten erschöpft. Nach vorsichtigen Schätzungen waren das etwa 1.500 Liter. Wobei ich alleine schon 200 – 300 Liter zum Spülen für den frischen Filter brauche…

Filter und Membran der Umkehrosmoseanlage sollen 1 – 3 Jahre halten. Nach 11 Monaten war erstmal Schluss. Das extrem kalkhaltige Wasser hat unsere Anlage komplett lahmgelegt. Neue Membrane, neue Vorfilter, neue Nachfilter und an diesem Punkt kam der Kalkfilter dazu. Jetzt, weitere 8 Monate später ist der Nachfilter zum Tausch fällig. Wir haben in dieser Zeit 4.000 Liter Umkehr-Osmosewasser gezapft.

Backofentür

Leckeres Brot, Brötchen, Kuchen oder einfach „nur“ ein Auflauf. Was man so halt in einer Küche im Ofen alles so macht. In Italien kommen dazu natürlich noch Pizza, Lasagne oder wortwörtlich „Pasta al Forno“.

Die meisten Camper machen das alles in Ihrem „Omnia“ oder dem Vergleichsprodukt von Aldi, Lidl und Co. auf dem Gasherd.

Nicht aber Thomas.

Er hat einen richtigen Elektroherd, sogar mit Drehspieß fürs Hähnchen…

Leider war ihm durch ein Missgeschick die Tür abgebrochen.

Zwei winzige Bolzen halten die schwere Glastüre.

Nach kurzer Begutachtung habe ich ihm eine Skizze erstellt, welches Ersatzteil die Tür retten kann.

Entweder aus Vollmaterial herausarbeiten, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt – ähnlich dem U-Stahl feilen in einer mechanischen Ausbildung, oder aber im gut sortierten Einzelhandel ein Ersatzteil besorgen.

Einen Tipp konnte ich ihm noch geben – solche Scharniere werden oft an Glasvitrinen oder Türen verwendet.

5 Tage später konnte er mir die Scharniere bringen. Etwas zurechtgeflext und schon funktioniert der Herd wieder.

Als Dank gab es dann Kuchen für uns.

Seitenschürze

Wie auch bei uns gibt es viele Vanlifer und Camper mit Hund und / oder sogar Katze. Das eine Wachtier hört besser und verlässt ihr trautes Heim quasi nie, das Andere ist lieber im Napf vom Nachbarn…

So auch bei unseren lieben Camperkollegen. Da war der Hund zwar angeleint, draußen waren die vorbeifahrenden Motorräder aber viel spannender.

Plötzlich losgerannt und die Leine unter der Seitenschürze verhakt. Ein kurzer Riss, und die Plastikstopfen und Schrauben fliegen und die Radabdeckung gleich mit.

So darf der Weinsberg natürlich nicht mehr auf die Straße. Aber Glück im Unglück, die Seitenmarkierungslampe ist nicht abgerissen.

Ein erster Versuch des Camperkollegen die Radhausabdeckunng zu kleben scheiterte.

Nach meiner Prüfung des Zustandes der 19 Jahre alten Kunststoffe, habe ich mich dann für vorsichtiges Schrauben entschieden. Die alten Stopfen durchgebohrt und die verrosteten Schrauben durch Neue incl. Scheiben zur Kraftverteilung ersetzt.

Zurück in Deutschland können dann die alten Kunststoffbolzen durch Neue ersetzt werden – aber ein Fahren ist so erstmal wieder möglich.

Gute Weiterreise.

Trocken-Trenn-Toilette

Was für ein langes Wort. Eine Trockentrenntoilette. Völlig ohne Chemie und ohne Geruch bzw. Gestank. Ja – das funktioniert.

Aber was ist das genau?

Normalerweise hat man im Camper immer so ein Chemieklo. Das stinkt, da ist so ne grüne, blaue oder sonstige stinkende, giftige Brühe drin. Und das ausleeren ist einfach nur eklig. Vor allem wenn man Mietcamper beobachtet. Manche geben sich Mühe und haben Handschuhe an und arbeiten sehr sauber. Andere kippen ihr „Stoffwechselendprodukt“ in den Gulli und lassen die Reste liegen. Manch‘ einer spült das ganze dann mit dem Frischwasserschlauch… Nicht schön. Wir haben da unserer Meinung nach etwas besseres.

Wie der Name schon sagt, wird da in der Toilette getrennt. Also flüssig und fest oder vorne und hinten.

Diese Toilette kommt somit auch komplett ohne Wasser und vor allem ohne Chemie aus. Was sehr ressourcenschonend und umweltfreundlich ist.

Die Flüssigkeit wird in einem Kanister oder wie bei uns in einen Grauwassertank bzw. Abwassertank geleitet. Der Feststoff und das Toilettenpapier wird in einem Müllsack in einem Eimer gesammelt und gesondert entsorgt.

Es gibt das Gerücht, dass solche Toiletten stinken. Ja, das haben wir auch schon gehört und gerochen. Nicht aber bei uns!

Das Wichtigste ist eine gute Belüftung oder Absaugung. Wir haben dafür einen Lüfter laufen, der nicht nur permanent aus der Toilette, sondern auch aus der Dusche die Luft absaugt und nach draußen befördert.

Der Korpus unserer Toilette ist stabil aus einem Aluminium Stecksystem gebaut. Das ganze dann hübsch mit Holz verkleidet.

Prinzipiell kann man jede Toilette aus jedem Camper oder Wohnmobil durch eine Trockentrenntoilette ersetzen. Aber auch in der Gartenlaube oder in Wohnhäusern ist die Umrüstung auf eine Trockentrenntoilette möglich… Erfahrungen haben wir auch hier.

Je nach Land, Möglichkeiten der Grauwasserentsorgung usw. kann man das Abwasser dann auch so behandeln, dass es nicht riecht. Dafür verwenden wir natürliche Mittel, Chlor wie in der Trinkwasseraufbereitung oder sogar EM – effektive Mikroorganismen. Auch hier haben wir einiges an Erfahrung gesammelt.

Den Sack mit den Feststoffen kann man an diversen Müllstationen und Mülleimern entsorgen. Wir achten hier sehr darauf, dass kein Mensch mehr unseren Sack in die Hand nehmen muss. Also nicht direkt am Dorfplatz in den einzigen überfüllten Eimer stecken!

Ach ja, neben dem Chemieklo gibt es natürlich auch Toiletten mit Hexler oder „Feuerbestattung“. Diese brauchen zum zerkleinern Strom bzw. Gas. Auf jeden Fall immer mehr Energie, als die Trockentrenntoilette.

Und die Materialkosten für eine Trockentrenntoilette mit fertigem Einsatz belaufen sich auf ca. ab 100 €. Für fertige Trenntoiletten kann man dann schon mal 500 – 2000 € für einen kompletten Umrüstkit ausgeben. Die Gastoiletten haben wir schon bis 5.000 € gesehen.

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