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Strom aus dem Generator

Honda EU22i Stromgenerator: Mein Erfahrungsbericht und wichtige Tipps zum Ölwechsel

Generatoren polarisieren in der Vanlife- und Wohnmobil-Szene. Für viele, die autark und fernab von Campingplätzen unterwegs sind, sind sie unverzichtbar. Andere empfinden das Brummen als Störung. Die Diskussionen in den großen Communities zeigen klar: Etwa die Hälfte der Vanlifer steht dem Generator eher kritisch gegenüber und setzt lieber auf leisere Alternativen.

Für mich ist der Generator ein wichtiger Begleiter, allerdings mit klaren Regeln: bewusst einsetzen, Rücksicht auf Natur und Mitmenschen nehmen und das Gerät ordentlich warten.

Tipp: Wer generell wissen will, welche Stromquellen im Camper sinnvoll sind (Solar, Batterie, Generator, Brennstoffzelle & Co.), findet hier den Überblick:

Strom – aber woher?

Von Zipper ZI-STE 2000 IV zum Honda EU22i: Mein Weg zum zuverlässigen Generator

Mein aktueller Honda EU22i ist bereits der zweite Generator. Der erste war ein Zipper ZI-STE 2000 IV – optisch dem Honda sehr ähnlich und ebenfalls als Inverter beworben. Der Preis lag bei weniger als der Hälfte des Honda, und die digitale Betriebsstundenanzeige war praktisch.

Leider ging der Zipper nach nur 6 Betriebsstunden kaputt – der Inverter war defekt. Die Reparatur hätte mehr als die Hälfte des Neupreises gekostet. Für mich war das der klare Entscheid: einmal richtig investieren und auf Qualität setzen.

Der Honda EU22i ist teurer, dafür aber robust, leise und kompakt – ideal für den Einsatz im Wohnmobil und Vanlife. Auch hier gibt es jedoch Pflegepunkte, vor allem beim Ölwechsel.

Mein Problem: Startschwierigkeiten bei kühlen Temperaturen

Nach etwa 20+ Betriebsstunden sprang mein Honda EU22i immer wieder schlecht an oder ging nach dem Start 2-3 Mal aus. Besonders unterwegs ärgerlich, wenn man auf die Stromversorgung angewiesen ist.

Ich habe in drei großen Facebook-Wohnmobilgruppen nachgefragt:
„Welches Öl verwendet ihr und wie oft macht ihr den Ölwechsel? Muss ich öfter wechseln oder anderes Öl nehmen?“

Die Community antwortet: falsches Öl, warum Generator, …

  • „Warum überhaupt Generator? Auf Campingplätzen gibt’s doch Steckdosen…“
  • „Falsches Öl – lies die Betriebsanleitung.“
  • Luftfilter oder Zündkerze prüfen.“
  • Und der Rest hat sich irgendwann selbst beschimpft.

Welches Öl ist das richtige für den Honda EU22i?

Die klare Empfehlung:
Hochwertiges 4-Takt-Motoröl mit der Viskosität SAE 10W-30.

Dieses Öl fließt auch bei kühleren Temperaturen gut und schützt den Motor optimal. Für Dauerbetrieb und längere Touren eignen sich synthetische Öle oft besser, da sie stabiler bleiben.

Ölwechselintervalle laut Hersteller und Praxis

Laut Honda-Bedienungsanleitung:

  • Erster Ölwechsel nach 20 Betriebsstunden
  • Danach alle 50 Stunden oder spätestens alle drei Monate

In der Praxis berichten viele Nutzer, dass häufigeres Wechseln sinnvoll ist – besonders wenn der Generator im Camper lange läuft.

Meine Erfahrung:
Da der Generator bei mir grundsätzlich mit 1.400 – 1.650 Watt läuft, ist nach über 140 Betriebsstunden ein Ölwechsel alle 20 – 25 Stunden nötig. Dann ist das Öl schwarz.
Luftfilter und Zündkerze sind bei mir bisher völlig in Ordnung.

So wechsle ich das Öl am Honda EU22i

  • Motor vor dem Ölwechsel warm laufen lassen und abschalten.
  • Ölablassschraube öffnen, altes Öl komplett ablassen.
  • Neues Öl (ca. 440 ml SAE 10W-30) nachfüllen.
  • Ölstand mit dem Messstab kontrollieren und bei Bedarf nachfüllen.
  • Altöl umweltgerecht entsorgen.

Mein Tipp: Ölqualität und Rücksicht

Vanlife bedeutet für mich auch Verantwortung – gegenüber der Natur und den Mitreisenden. Deshalb nutze ich den Honda EU22i bewusst und nicht ständig. Ruhezeiten einhalten und den Generator nur starten, wenn es wirklich nötig ist.

Gleichzeitig achte ich penibel auf Ölstand und Ölqualität. Klares, sauberes Öl ist entscheidend, damit der Motor jederzeit anspringt – auch bei kühlen Temperaturen.

Mit einem gut gewarteten Honda EU22i lässt sich das autarke Vanlife deutlich entspannter gestalten.


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Honda i22 Stromgenerator
Honda i22 Stromgenerator

Strom – aber woher?

Als wir uns 2021 das erste Wohnmobil gekauft haben, war nach kürzester Zeit klar: Wir brauchen mehr Strom. Die kleine Aufbaubatterie wurde schnell durch eine 175 Ah Bleibatterie ersetzt und auf das Dach kam eine 330 W Solarzelle (vom Gartenhaus). Als wir dann 2022 unsere Europatour starteten war jedoch gleich in der ersten Nacht die Aufbau- und die Fahrbatterie leer – der Absorberkühlschrank war falsch angeschlossen und hat alles leergesaugt.

Für unseren Bus brauchten wir dann mehr Solar. Es wurden 1875 W. Und als Sicherheit einen Stromgenerator. Ein Zipper, den hatte ich noch aus dem Haus. Heute ist es ein Honda, aber das könnt ihr in diesem Beitrag – Link – lesen.

Bedarfsermittlung

Normalerweise stehen wir immer in der prallen Sonne und so reicht unser Solarstrom in der Regel das ganze Jahr. Sogar in Deutschland in einem „normalen“ Jahr von März bis November. Aber was ist schon normal…

Stromlieferanten

Sonne

Der Beste und günstigse Lieferant für uns ist die Sonne. Maximale Ladeleistung hatten wir schon einmal 1900 W. (Hier gibt es Komplettanlagen – bei den aktuellen Dieselpreisen und Benzinpreisen sinnvoll)

Motor

Bei Fahren bzw. wenn der Motor läuft liefern auch 2 Laderegler bis zu 1600 W. Braucht Diesel.

Generator

Unser Stromgenerator liefert im Dauerbetrieb auch maximal 1600 W – allerdings muss man da sehr genau auf die Gegebenheiten, Nachbarn usw. wegen Lärm achten. Unser Generator läuft mit Superbenzin. Es gibt abe auch Hybridmodelle mit Gas und Benzin. Oder Dieselgeneratoren.

Brennstoffzelle

Auch eine Brennstoffzelle ist eine tolle Art, Strom zu gewinnen. Das Abfallprodukt ist Wasser und Wärme. Sie ist leise und Kompakt. Für viele eine tolle Alternative. Hier wird Methanol als „Brennstoff“ benötig.

EFOY Brennstoffzelle mit Methanoltank
EFOY Brennstoffzelle mit Methanoltank

Campingplatz

Camper gehen natürlich auf einen Campingplatz. Für uns als VanLifer und europäische Dauercamper versuchen das aus Kostengründen zu vermeinden. Kommt aber dennoch vor. In Spanien, Italien und Griechenland haben wir allerdings schon oft erlebt, dass bei Regen oder im extremsten Sommer bei Hitze regelmäßig Stromausfall war.

Steckdose

Hin und wieder können oder dürfen wir auch mal an eine Steckdose. Danke.

E-Ladesäule

Wo laden Elektroautos und E-Bikes? An E- Ladesäulen, Wall-Boxen oder einfachen Steckdosen.

Das können wir auch. Hier kann ich sogar mit 3.450 W laden. Da wären wir in 4,5 h von 0 auf 100%.

Vor- und Nachteile der Energielieferanten

Ich gehe hier nur auf 2 Punkte welche mir wichtig sind ein. Platz und Gewicht spielen bei uns keine Rolle, deshalb lasse ich das weg.

Geräusch

Ungeschlagen: die Sonne. Danach wenn man irgendwo autark in der Wildnis steht die Brennstoffzelle. Der Generator steht hier ganz ganz ganz ganz weit hinten.

Kosten

Auch hier wieder ungeschlagen: die Sonne.

E- Ladesäule: 0,25 € (Aldi in Franken) – 2€ (Autobahn Schweiz)

Campingplatz:

  • Version 1: 0,5 – 2 € pro kWh
  • Version 2: 1€ für 6 h (Absicherung zwischen 6 und 16 A)
  • Version 3: 3 – 5 € am Tag
  • Version 4: Im Tages, Wochen oder Monatstarif vom Platz enthalten

Stromgenerator (am Beispiel Honda EU22i): 1 kWh ca. 1 Liter Superbenzin. Somit je nach Region zwischen 1 und 2 € pro kWh.

Brennstoffzelle: ca. 8 – 12 € pro kWh

Fazit

Wir stehen auf Sonne.

Die Brennstoffzelle wäre meine zweite Wahl, wenn es eine einfache, bezahlbare Zelle gäbe, die mit einem Reformator aus der Gasflasche Strom bzw. Wärme erzeugen würde. Aber diese Technik gibt es scheinbar nur für Blockheizkraftwerke.

Somit bleibt uns am Ende an dunklen Tagen nur der Generator oder eine der vielen E-Ladesäulen, welche man mittlerweile an den entlegensten Punkten in Europa findet.

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