Vanlifer, Ingenieur, Webdesigner

Kategorie: Travel (Seite 1 von 3)

Wohnmobil in Spanien: ITV, Parken & neue Regeln 2026

Zuletzt aktualisiert: 04.09.2026

Kurz zusammengefasst: Unter 3,5 t läuft die ITV (spanischer TÜV) wie überall in Europa. Für ausgebaute Transporter über 3,5 t (Kategorie N, „Furgones Vivienda“) gilt seit der neuen DGT-Dienstanweisung 2026 eine deutlich strengere Regel: jährliche Prüfung ab dem ersten Jahr, ab zehn Jahren sogar halbjährlich. Wildcampen ist offiziell verboten, reines Parken ohne „Camping-Verhalten“ ist erlaubt – wie in Frankreich und Italien ist die Region entscheidend.

Diese Serie: Deutschland · Frankreich · Italien · Griechenland · Spanien · Portugal

Spanien ist für die meisten VanLifer, die ich kenne, das Land, in dem sie am längsten bleiben wegen gutem Wetter, viel Platz, entspannte Küsten im Landesinneren. Umso ärgerlicher, wenn man erst vor Ort merkt, dass die eigene Fahrzeugkategorie plötzlich eine andere ITV-Frist hat als gedacht.

Ehemaliger Campingplatz in der Nähe von Loja, Spanien; inmitten von Olivenbäumen

ITV: die spanische Hauptuntersuchung

Für klassische Wohnmobile (Kategorie M1) läuft die ITV ähnlich wie überall: Neufahrzeuge zur ersten Prüfung nach vier Jahren, danach alle zwei Jahre.

Anders sieht es aus, wenn dein Fahrzeug als Nutzfahrzeug mit Wohnraum, also als ausgebauter Transporter, ein sogenannter „Furgón Vivienda“, in die Kategorie N fällt. Die neue Dienstanweisung PROT 2026/04 der spanischen Verkehrsbehörde DGT vom März 2026 verschärft hier deutlich: Diese Fahrzeuge müssen bereits ab dem ersten Jahr jährlich zur ITV, ab dem zehnten Jahr sogar halbjährlich. Wer also einen Kastenwagen oder größeren Transporter ausgebaut hat und damit als Nutzfahrzeug eingestuft ist, sollte das unbedingt vorab prüfen, der Unterschied zwischen M1 und N ist bei der Zulassung entscheidend und wird oft unterschätzt.

Kurz gesagt: Klassisches Wohnmobil (M1) = alle 2 Jahre. Ausgebauter Transporter (N-Kategorie) = jährlich, ab Jahr 10 halbjährlich. Die Fahrzeugkategorie in deinen Papieren entscheidet, nicht das Gewicht allein.

Wir wurden mit unserem Sonderumbau aber in Spanien noch nie kontrolliert. Nur zwei mal Passkontrollen an Straßensperrungen in der Nähe von Andorra und auf einer Autobahn – da wurde vor uns ein Netflix Bus komplett gefilzt mit Drogenspürhunden usw.

Peniscola, Hafenstadt in Spanien

Wildcamping vs. Parken

Wie in Frankreich, Italien und Griechenland gilt auch in Spanien die zentrale Unterscheidung zwischen Parken und Campen. Rein rechtlich ist Wildcampen seit einem königlichen Dekret von 2010 Sache der einzelnen autonomen Gemeinschaften und sogar der Gemeinden, eine landesweit einheitliche Regel gibt es nicht.

Als geparkt gilt dein Fahrzeug, wenn:

  • alle Räder ohne Stützbeine oder Nivellierblöcke Bodenkontakt haben
  • keine Elemente (Markise, Tisch, Stühle) über den Fahrzeugumriss hinausragen

Unter diesen Bedingungen darfst du im Fahrzeug schlafen, sogar das Dach anheben oder ein Fenster öffnen, das zählt weiterhin als Parken, nicht als Campen.

Meine ehrliche Meinung: Diese Unterscheidung ist eigentlich ziemlich fair gelöst, anders als in Griechenland, wo lange Zeit Unsicherheit herrschte, ist die spanische Regel klar formuliert. Wer sich daran hält, muss sich wenig Sorgen machen.

Regional gibt es aber große Unterschiede: An der Costa Brava, auf den Balearen, den Kanaren und in Valencia wird aktiv und mit Bußgeldern bis 600 € (in Naturschutzgebieten teils mehr) kontrolliert. Im Landesinneren, Andalusien, Kastilien, Extremadura, Aragón, ist die Praxis deutlich entspannter.

Wobei, einmal musste ich wegen einer Verlustmeldung zur Polizei in Malaga. Die örtliche Polizei aus Loja hat uns dorthin geschickt. Die Tourismuspolizei wollte vor Ort genau wissen, wo und wie wir stehen. Zum Glück stand unser Bus gerade auf dem damals neu eingerichteten „Aparcamiento Autocaravanas„. Ein Bekannter, welcher mit Wohnwagen und Auto unterwegs war, hat mich freundlicherweise in das 70 km entfernte Malaga mitgenommen.

Blick auf das Mittelmeer in Nerja

Was das für deine Route bedeutet

Wenn du planst, länger an der Küste zu bleiben, würde ich von vornherein auf offizielle Stellplätze setzen (oft 24–72 Stunden erlaubt, viele kostenlos oder sehr günstig) statt auf Parken am Strand zu hoffen. Für ruhigere Regionen im Landesinneren ist freies Parken, solange kein Campingverhalten sichtbar ist, deutlich entspannter zu handhaben.

Tipp für längere Aufenthalte an der Küste: Außerhalb der Hauptferienzeiten ist das Mieten eines Hauses mit Stellplatz oft billiger als die gleiche Zeit auf einem Campingplatz!

Weitere Praxis-Punkte

  • Wohnmobile über 3,5 t haben eigene, niedrigere Geschwindigkeitsbegrenzungen wie Lkw
  • Überladung wird empfindlich bestraft, die Bußgelder steigen gestaffelt mit dem Grad der Überladung und können bei starker Überladung mehrere Tausend Euro erreichen
  • Die Warntafel bei überstehender Ladung braucht in Spanien drei rote Streifen (anders als die fünf Streifen in Italien – ich habe hier eine Wendetafel für beide Länder)
  • Handynutzung am Steuer wird hart bestraft (Bußgeld plus Punkteabzug)

Was das für deine Elektrik bedeutet

Wer wie ich mit einem schwereren Fahrzeug unterwegs ist und viel autark steht, sollte vor der Spanien-Reise die eigene Stromversorgung realistisch einschätzen. Gerade im Landesinneren, wo längeres freies Stehen am ehesten machbar ist. Mit dem Energierechner und dem Kabelrechner kannst du das vorher grob durchrechnen.

Fazit

Spanien bleibt eines der camperfreundlichsten Länder Europas , die neue ITV-Regel für N-Kategorie-Fahrzeuge ist der Punkt, den viele übersehen, weil sie nur an die 3,5-Tonnen-Grenze denken, nicht an die Fahrzeugkategorie in den Papieren. Wer das kennt und sich bei Wildcamping/Parken an die Grundregel hält, kommt entspannt durchs Land.

Wasserspeicher oberhalb von Granada

Weiterführende Infos

Wohnmobil in Griechenland: TÜV, Wildcamping & neue Regeln 2026

Zuletzt aktualisiert: 25.08.2026

Kurz zusammengefasst: Griechenland hat 2025 mit Gesetz 5170/2025 das Wildcampen drastisch eingeschränkt. Bis zu 3.000 € Strafe waren im Gespräch. Seit einer Klarstellungsverordnung im Februar 2026 ist wieder klar: reines Parken ist erlaubt, campen (Möbel, Markise draußen) nicht. Für die technische Prüfung (KTEO) gilt: Fahrzeuge mit deutschem Kennzeichen müssen sie in Griechenland nicht ablegen, solange sie sich im Rahmen der 6-Monats-Regel bewegen.

Diese Serie: Deutschland · Frankreich · Italien · Griechenland · Spanien · Portugal (folgt)

Warum Griechenland gerade jetzt ein heißes Thema ist

Kaum ein Land hat die Camper-Community in den letzten anderthalb Jahren so durchgeschüttelt wie Griechenland. Anfang 2025 kam ein Gesetz, das Wildcampen praktisch unmöglich machte. Bußgelder bis 3.000 Euro, im Extremfall sogar Haft. Es folgte eine Petition mit über 20.000 Unterschriften, monatelange Unsicherheit, und schließlich im Februar 2026 eine Klarstellung, die vielen Campern wieder Luft verschafft hat. Wer jetzt plant, mit dem Camper durch Griechenland zu reisen, sollte den aktuellen Stand kennen und nicht die Panik-Schlagzeilen von vor einem Jahr.

Ich weiß, wie frustrierend es ist, wenn man sich durch zehn widersprüchliche Artikel klicken muss, nur um herauszufinden, was heute eigentlich gilt. Deshalb fasse ich hier den aktuellen Stand zusammen. Kompakt, ohne Panikmache, aber auch ohne Beschönigung.

Festung über dem antiken Korinth

Wildcamping vs. Parken: der entscheidende Unterschied

Das griechische Recht behandelt dein Wohnmobil erstmal wie jedes andere Fahrzeug. Du darfst dort parken, wo Parken erlaubt ist, und im Fahrzeug übernachten. Solange von außen nicht erkennbar ist, dass du „campst“.

Was als reines Parken zählt (erlaubt):

  • Stehen auf einem regulären Parkplatz oder erlaubten Straßenrand
  • Übernachten im geschlossenen Fahrzeug, ohne dass draußen etwas aufgebaut wird

Was als Wildcamping zählt (verboten, ab 300 € Bußgeld):

  • Tisch, Stühle, Wäscheleine oder Grill im Freien aufstellen
  • Markise ausfahren
  • Camping an Stränden, in Wäldern oder in der Nähe archäologischer Stätten. Hier gilt ein ganzjähriges, absolutes Verbot, unabhängig davon, ob campiert wird oder nur geparkt

Kurz gesagt: Schlafen im Fahrzeug = meist okay. Draußen wohnen = teuer. Die Regel, an die ich mich selbst halten würde: Stühle drin lassen, Markise drin lassen. Dann bist du auf der sicheren Seite.

Ein Bekannter kam war genau in der Übergangsfrist in den Sommerferien 2025 in Griechenland unterwegs. Durch Bulgarien durch und kurz hinter der griechischen Grenze Pause. Abendessen draußen auf Campingstühlen. Folge: direkt 300 € Bußgeld. Er und seine Familie möchten nicht mehr nach Griechenland – dumm gelaufen für ihn.

Ein Schild mit der Aufschrift Paralia - Strand auf Griechisch

Die konkreten Parkregeln seit Februar 2026

Nach der Klarstellungsverordnung des griechischen Polizeipräsidiums gilt:

  • Innerorts, Fahrzeuge bis 7,5 m Länge: zeitlich unbegrenztes Parken erlaubt, wo auch normale Fahrzeuge parken dürfen
  • Innerorts, Fahrzeuge über 7,5 m: maximal 24 Stunden
  • Außerorts: keine zeitliche Begrenzung, sofern das Parken verkehrsrechtlich zulässig ist

Für mein 12-Meter-Fahrzeug bedeutet das konkret: innerorts nach 24 Stunden weiterziehen, außerorts entspannter. Wer einen kürzeren Camper fährt, hat es hier spürbar leichter.

Meine ehrliche Meinung: Die Aufregung um das Gesetz war teils berechtigt, teils überzogen. Ja, die Regeln wurden strenger. Aber wer respektvoll reist und vor allem keinen Müll hinterlässt, hatte auch vorher selten Probleme und wird sie jetzt auch nicht plötzlich bekommen. Die Landesnatur, die durch echtes Wildcamping unter Druck geraten ist, rechtfertigt aus meiner Sicht durchaus strengere Regeln.

KTEO – die griechische Hauptuntersuchung

KTEO ist das griechische Pendant zum TÜV. Für Fahrzeuge mit griechischem Kennzeichen gilt: erste Prüfung nach 4 Jahren, danach alle 2 Jahre, ähnlich wie in Deutschland.

(Übrigens ist die griechische Plakette ist von der deutschen Plakette kaum zu unterscheiden. Sie ist unwesentlich größer… aber von mir habt ihr das nicht.)

Was das für dich als Reisenden mit deutschem Kennzeichen bedeutet: Es gibt keine Pflicht, dein Fahrzeug während eines Griechenland-Aufenthalts einer KTEO zu unterziehen. Läuft deine deutsche HU während der Reise ab, hat das in Griechenland selbst zunächst keine direkte Konsequenz. Relevant wird es erst bei der Rückkehr nach Deutschland (siehe dazu auch der Deutschland-Artikel). Ein Restrisiko bleibt bei der Versicherung: Ein Unfall mit lange überzogener HU kann im Schadensfall zum Streitpunkt werden, genau wie ich es bereits im Frankreich-Artikel beschrieben habe.

Die 6-Monats-Regel für dein Fahrzeug

Ein Punkt, den viele Langzeitreisende übersehen: Ein in Deutschland (oder einem anderen EU-Land) zugelassenes Fahrzeug darf pro Kalenderjahr bis zu sechs Monate in Griechenland genutzt werden, egal am Stück oder aufgeteilt. Danach muss es entweder das Land verlassen, unter Zollverschluss genommen oder auf ein griechisches Kennzeichen umgemeldet werden. Für die meisten VanLifer, die durch mehrere Länder reisen, ist das selten ein Problem. Wer aber einen längeren Winter auf einer griechischen Insel plant, sollte diese Frist im Kopf behalten.

Was das für deine Stromversorgung bedeutet

Gerade wer in Griechenland länger abseits von Campingplätzen parken will (rein zum Übernachten, ohne „Camping-Setup“), sollte wissen, wie lange die eigene Batterie durchhält, denn ans Stromnetz kommst du dabei ja nicht. Mit meinem Energierechner kannst du das vorher grob abschätzen.

Fazit

Griechenland ist kein verlorenes Reiseziel für Camper geworden, wie es die Schlagzeilen von 2025 vermuten ließen. Aber es ist auch nicht mehr das „steh einfach hin, wo es dir gefällt“-Land von früher. Wer die Unterscheidung zwischen Parken und Campen verinnerlicht und die 7,5-Meter- bzw. 24-Stunden-Regel kennt, kommt gut durch.

Weiterführende Infos

Internet – die Lebensader des Vanlife

Ein Schild mit der Aufschrift Paralia

Wie komme ich bitte nach „PARALIA“, wie auf dem Schild? Und wo liegt das eigentlich? Was bedeutet das? Warum geht mein Online-Übersetzer für Portugiesisch, Spanisch, Ungarisch, Bulgarisch, Italienisch oder Griechisch nicht?

Für uns Vanlifer und Wohnmobil-Reisende ist das Internet weit mehr als eine Annehmlichkeit – es ist die Lebensader des Vanlife. Mit einer stabilen Verbindung wird jeder Stellplatz zum Büro, jede Küstenstraße zur nächsten Entdeckung und jeder abgelegene Parkplatz zu einem Ort, an dem man trotzdem produktiv bleiben kann.

Ob Navigation zu versteckten Stellplätzen, Wetter-Updates in Echtzeit, Video-Calls mit der Familie, Remote-Arbeit oder einfach nur die nächste Route planen – ohne zuverlässiges mobiles Internet geht im modernen Vanlife fast nichts mehr.

Warum Internet im Wohnmobil und Van so entscheidend ist

In einer Welt, die immer vernetzter wird, ist eine gute Internetverbindung für Vanlifer, digitale Nomaden und Dauer-Camper essenziell. Sie ermöglicht:

  • Flexibles Arbeiten von überall (Remote-Jobs, Zoom-Calls, Datei-Uploads)
  • Spontane Routenplanung und Offline-Karten-Updates
  • Kontakt zur Community und Familie
  • Streaming, Online-Banking und Navigation in Echtzeit
  • Die Freiheit, auch abseits der großen Campingplätze zu stehen

Ohne stabiles Netz: kein zuverlässiges digitales Nomadentum, keine spontanen Entscheidungen und oft auch keine Sicherheit, wenn man Hilfe braucht.

Allerdings weiß ich mit einer guten Outdoor-Uhr und einer Offline-Karte (Organic Maps oder OsmAnd) immer noch, wo ich bin – auch wenn das Netz mal komplett weg ist.

Uhr mit Koordinaten

Meine aktuelle Realität 2026: Drei Netze, ein klares Bild

Ich habe in den letzten vier Jahren Telekom, Vodafone und O2 ausführlich getestet. Wer viel in Europa unterwegs ist und kein ständiges SIM-Karten-Hopping wegen Roaming machen möchte, probiert zwangsläufig viel aus.

Das eigentliche Problem ist aber nicht das Roaming – innerhalb der EU funktioniert „Roam like at Home“ weitgehend gut (mit Fair-Use-Grenzen). Das Netz selbst ist der Flaschenhals – vor allem in Deutschland und Frankreich.

Während ich in Griechenland parallel streamen, online einkaufen und die nächste Route planen kann, ist es in Deutschland oft finster. Da stehe ich mitten in der Großstadt und suche ohne Netz einen Kälte- und Klimatechniker.

Die besten Internet-Lösungen für Vanlife und Wohnmobil 2026

Hier die Lösungen, die sich 2026 in der Praxis bewährt haben – von einfach bis professionell:

1. Smartphone-Hotspot (Einstiegslösung)

  • Vorteile: Keine Extra-Hardware, EU-Roaming oft inklusive, günstig.
  • Nachteile: Akku wird heiß, instabil bei mehreren Geräten, begrenztes Datenvolumen.
  • Geeignet für: Wochenendcamper und leichte Nutzung.

2. Dual-SIM / Multi-Netz-Strategie (sehr empfehlenswert)

Zwei verschiedene Anbieter parallel nutzen (z. B. Telekom + O2 oder Vodafone + Discounter). Entweder im Smartphone mit Dual-SIM oder besser in einem separaten Router. So fängst du Funklöcher eines Netzes mit dem anderen auf – besonders in Deutschland und Frankreich spürbar.

3. 5G-/LTE-Router mit Außenantenne (die Profi-Lösung wie bei uns)

Deutlich stabiler und leistungsfähiger als das Handy. Aktuelle starke Modelle (Stand August 2026):

  • GL.iNet Mudi 7 / GL-X3000 Spitz AX
  • SELFSAT MWR 5550 (eSIM-fähig)
  • TP-Link M8550
  • Teltonika RUTX50 oder ähnliche Industrie-Router

Mit einer guten MIMO-Dachantenne (z. B. Poynting oder Panorama) macht das einen enormen Unterschied – vor allem abseits der Autobahn und in Tälern.

Wir haben eine älteren Router mit 2 Antennen, welche aber aus verschiedenen Gründen parallel zum Dach montiert sind. Funktioniert auch fast immer.

4. eSIM als flexible Ergänzung

Ideal für kurze Aufenthalte, als Backup oder in Ländern, in denen der Hauptvertrag schwächelt. Schnell online aktivierbar, ohne physische SIM zu wechseln.

5. Starlink Mini als Off-Grid-Backup

Wenn wirklich gar kein Mobilfunk mehr da ist (Berge, dichte Wälder, abgelegene Küsten). Die Mini-Variante ist 2026 deutlich praktischer für den Van geworden. Nachteile bleiben: freier Himmel nötig, höherer Stromverbrauch und laufende Kosten (wird wahrscheinlich unsere Zukunft).

6. Campingplatz-WLAN (nur als Ergänzung)

Oft überlastet und unsicher. Mit einem Repeater nutzbar, aber nie als Hauptlösung verlassen.

Empfohlene Kombination für die meisten Vollzeit-Vanlifer und Remote-Worker 2026:
Guter 5G-Router + Dual-SIM + Starlink Mini als Notfall-Backup + Offline-Karten.

Unser aktueller Vertrag und Empfehlung

Für unsere angepasste Lebenssituation (viel Europa, Remote-Arbeit, Vanlife) mussten wir die Verträge erneut anpassen. Unter dem folgenden Link haben wir für uns das Passende gefunden:

Handyvertrag / mobiles Internet finden (Hierbei handelt es sich um einen externen Affiliate Link. Für dich ist der Preis gleich, wir bekommen nur eine geringe Vermittlungsprovision – Danke.)

Offline-Vorbereitung bleibt Pflicht

Auch mit dem besten Setup fällt das Netz irgendwann aus. Deshalb immer:

  • Offline-Karten (Organic Maps, OsmAnd, Google Offline)
  • Heruntergeladene Übersetzer und Sprachpakete
  • Notfall-Kontakte und wichtige Dokumente offline speichern
  • Powerbank und ausreichend Stromreserve (Solar + Powerstation)

FAQ – Häufige Fragen zu Internet im Vanlife 2026

Was ist die beste Internetlösung für Vanlife in Europa?
Für die meisten: 5G-Router mit Dual-SIM und Außenantenne. Starlink Mini als Ergänzung für echte Funklöcher.

Funktioniert Starlink Mini im fahrenden Van?
Ich habe es noch nicht ausprobiert, habe aber fast nur positive Rückmeldungen bekommen. Ok – im Gotthardtunnel geht es nicht. Starlink ist primär für den Standbetrieb optimiert. Während der Fahrt ist Mobilfunk die bessere Wahl.

Reicht EU-Roaming aus?
Innerhalb der EU ja, solange man die Fair-Use-Grenzen nicht dauerhaft überschreitet. Bei sehr intensiver Nutzung oder längeren Aufenthalten außerhalb Deutschlands kann eine lokale SIM oder eSIM günstiger sein.

Fair-Use
Eine neue Frechheit innerhalb der EU. Wer innerhalb von 6 Monaten länger als 6 Wochen mit einer deutschen SIM außerhalb von Deutschland ist, hat kein Roaming mehr und zahlt voll. Neuerung seit Juli 2025.

SIM und eSIM / Prepaid
Leider bekommt man nicht ohne Weiteres im europäischen Ausland eine Prepaid SIM Karte – egal ob zum telefonieren oder reine Datenkarte. Keine Probleme hatten wir zuletzt in Italien, Spanien, Portugal oder Kroatien. Der Endgegner hier heißt Griechenland. Ohne Adresse – keine Karte. Außer, man kennt wieder jemanden, …

Brauche ich wirklich eine Außenantenne?
Wenn du remote arbeitest oder oft abseits der Hauptstrecken stehst: ja. Der Unterschied ist enorm.

VPN – Virtuelles Privates Netzwerk
Ach ja, manche Streaming Dienste usw. funktionieren außerhable Deutschlands nicht so recht. Da kann man auch ein VPN nutzen. Wir nutzen z.B. Surfshark. (Über das Anklicken des Links gelangst du zu Surfshark und bekommst ein 3 monatiges kostenloses Probeabo – und wir ein paar Euro für unser Abo. Danke.)

Fazit: Internet bleibt die Lebensader des Vanlife

Die Technik ist 2026 besser geworden – 5G, eSIM und Starlink Mini machen vieles einfacher. Die Netzabdeckung in Deutschland und Frankreich bleibt jedoch der größte Schwachpunkt. Wer remote arbeitet oder auf zuverlässige Verbindungen angewiesen ist, braucht heute eine durchdachte Kombination aus mehreren Netzen, gutem Router und Offline-Absicherung.

Falls du Fragen zu unserem aktuellen Setup hast oder eine schnelle, SEO-optimierte Website brauchst, melde dich gerne.

Wie ist euer Internet-Setup 2026? Schreibt’s in die Kommentare – ich freue mich auf den Austausch!

Wohnmobil in Italien: TÜV, Regeln & Vorschriften 2026

Kurz zusammengefasst: Revisione-Fristen hängen in Italien stark vom Gewicht ab – unter 3,5 t läuft es wie überall, über 3,5 t wird’s strenger und teils sogar unter Camperfahrern selbst diskutiert. Dazu kommen ZTL-Zonen in fast jeder historischen Innenstadt und regionale Diesel-Fahrverbote in Norditalien.

Diese Serie: Deutschland · Frankreich · Italien · Spanien · Griechenland · Portugal (folgt)

Von allen Ländern in dieser Serie ist Italien das, bei dem mir am meisten Camperfahrer schreiben, weil sie unsicher sind. Das ist kein Zufall: Die Regeln sind hier tatsächlich weniger eindeutig als anderswo, sogar unter Italienern selbst wird darüber diskutiert. Genau deshalb lohnt sich dieser Abschnitt besonders, wenn du mit einem schwereren Fahrzeug unterwegs bist – wie in Frankreich fällt mein Bus, die Italiener sagen „Pullmann“, auch hier wieder in die schwerere Kategorie.

Südlicht - Wochenkalender 2026 - Beispielbild Blumen auf Steinmauer vor Pontremoli
Blumen auf Steinmauer vor Pontremoli

Revisione (technische Prüfung)

Für Wohnmobile bis 3,5 Tonnen läuft die Revisione ähnlich wie in Deutschland und Frankreich: erste Prüfung vier Jahre nach Erstzulassung, danach alle zwei Jahre, wahlweise bei der Motorizzazione Civile oder einem zugelassenen privaten Prüfzentrum.

Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen – also wieder genau die Kategorie, in die mein Bus fällt, gilt grundsätzlich eine jährliche Prüfpflicht, wie bei Lkw. Interessant dabei: In italienischen Camper-Foren wird bis heute diskutiert, ob ein über 3,5 Tonnen schweres Wohnmobil (Fahrzeugklasse M1) tatsächlich wie ein klassischer Lastwagen (Klasse N2) behandelt werden muss, oder ob es trotz des Gewichts weiter wie ein normales M1-Fahrzeug einzustufen ist. Es gibt also durchaus Camper, die diese Einstufung anzweifeln, rechtlich durchgesetzt hat sich bislang aber die strengere Auslegung mit jährlicher Prüfung.

Kurz gesagt: Unter 3,5 t = alle 2 Jahre, wie überall. Über 3,5 t = jährlich, wie ein Lkw. Merk dir nur diese Grenze, den Rest kannst du nachschlagen, wenn’s konkret wird.

Aber egal welche Lastenklasse man hat, als echter italienischer Camper braucht man ein CB Funkerät und einen Espressokocher.

2 sehr alte Fiat 500 irgendwo in Savelletri Italien

Wichtig für alle mit ausländischer Zulassung

Ein Punkt, der besonders für Langzeit-VanLifer relevant ist: Ist die Frist der Hauptuntersuchung/Revisione im Zulassungsland (z. B. Deutschland) bereits überschritten, während man sich mit dem Fahrzeug in Italien aufhält, muss laut einer Klarstellung des italienischen Verkehrsministeriums das Fahrzeug vor der Weiterfahrt in Italien einer Revisione unterzogen werden, unabhängig vom Gewicht. Das schließt direkt an das Thema aus dem Deutschland-Artikel an: Wer seine deutsche HU während der Reise überziehen lässt, sollte also nicht davon ausgehen, dass er einfach weiterfahren kann, sobald er die Grenze überquert hat.

Das kostet in der Praxis oft mehrere Anrufe, eine Portion Geduld am Telefon mit einer italienischen Motorizzazione und manchmal auch einen zweiten Anlauf, bis man die richtige Stelle und den richtigen Termin gefunden hat. Genau das gehört dazu. Aufgeben bringt hier niemanden weiter.

Statua di Sancti Ambrosii - Mailand

Zone a Traffico Limitato (ZTL)

Fast jede größere und viele kleinere italienische Städte haben verkehrsbeschränkte Zonen in den historischen Zentren eingerichtet – Mailand, Rom, Florenz, Bologna, Verona, Palermo und viele weitere. In diesen Zonen dürfen in der Regel nur Anlieger, Busse und Taxis fahren; die Kontrolle erfolgt automatisiert per Kamera. Wer versehentlich hineinfährt, bekommt das Bußgeld oft erst Monate später und pro Einfahrt einzeln zugestellt, bei mehrfacher Durchfahrt entsprechend mehrfach.

Für größere Fahrzeuge kommt oft eine zusätzliche Einschränkung dazu: In Mailand etwa dürfen Fahrzeuge über 7,50 m Länge die Innenstadt gar nicht befahren, unabhängig von ZTL-Ausnahmegenehmigungen. Praktisch bedeutet das für die meisten Wohnmobil- und Bus-Ausbauten: Die historischen Zentren sind ohnehin meist keine Option, aber Zufahrten zu Campingplätzen oder Hotels innerhalb einer ZTL sollten vorher geprüft werden, da es dafür Ausnahmegenehmigungen geben kann.

Meine klare Meinung dazu: Wer mit einem großen Fahrzeug unbedingt mitten durch eine italienische Altstadt will, muss gut getarnt sein, wie z.B unser Bus. Besser ist aber: Parke am Rand, geh zu Fuß rein – das erspart dir Bußgeld und Stress gleichermaßen.

Allerdings wurden wir auch in Pisa (fast) abgezockt. Hier sind wir nur über einen Parkplatz gefahren. Mehr als 6 Monate nach dem „Verstoß“ kam das Bußgeld. Weit über 300 € wegen einem Parkverstoß. Mehrere Anrufe und Emails später hat sich die Stadt Pisa entschuldigt – und uns das Geld zurück überwiesen.

Was wir schon vorher mal in Österreich gelernt haben: Zahlen, beschweren, Geld zurückbekommen!

Diesel-Fahrverbote

Zusätzlich zu den ZTL-Zonen gibt es in stark industrialisierten und dicht besiedelten Regionen – allen voran die Po-Ebene in Norditalien – eigene Umweltzonen mit Fahrverboten für Diesel-Fahrzeuge unterhalb bestimmter Euro-Abgasnormen. Wer mit einem älteren Diesel unterwegs ist, sollte das vor der Fahrt durch Norditalien prüfen, da die Regeln je nach Region und Stadt unterschiedlich streng sind.

Was das für deine Elektrik und Verkabelung bedeutet

Bei einem Fahrzeug über 3,5 Tonnen lohnt sich vor der Italien-Reise ohnehin ein Check der eigenen Elektrik – gerade wenn du wie ich viel autark stehst. Falls du dir unsicher bist, ob dein Kabelquerschnitt zur Last passt, hilft mein Kabelrechner weiter, und der Energierechner zeigt dir, ob deine Batterie für längeres Stehen abseits von Stellplätzen reicht.

Weitere Praxis-Punkte

  • Bei Fahrten über die Schweiz (Via App – hier empfehle ich 10 Tage zu kaufen. Diese kann man individuell über 1 Jahr lang buchen). oder Österreich nach Italien fallen zusätzlich Vignetten- bzw. Mautgebühren an, bei Wohnmobilen über 3,5 t teils eigene Schwerlastabgaben
  • Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten sind Pflicht im Fahrzeug

Fazit

Italien ist eines der Länder, in denen die Regeln für schwere Wohnmobile am wenigsten eindeutig sind – nicht nur für Ausländer, sondern auch für Italiener selbst. Wer die Grundregeln kennt (3,5-t-Grenze, ZTL, Diesel-Zonen), fährt entspannter als die meisten.

Als Nächstes in dieser Serie: Griechenland – ein Land, in dem die Regeln noch einmal ganz anders liegen als in Mittel- und Westeuropa.

Weiterführende Infos

Wohnmobil Frankreich TÜV Vorschriften

Frankreich gehört aus unserer Sicht zu den wohnmobilfreundlichsten Ländern Europas mit tausenden offiziellen Stellplätzen („Aires de Camping-Car“). Wildcampen im engeren Sinn ist grundsätzlich verboten, einfaches Parken (z. B. auf einem Wanderparkplatz) ist rechtlich nicht per se untersagt, kann aber örtlich eingeschränkt sein. Besonders an Küsten, in Naturparks und Innenstädten kann es problematisch sein. Schilder mit „Camping interdit“ oder „Stationnement interdit aux camping-cars“ sollte man ernst nehmen.

Ich kenne das Gefühl, mit einem 18-Tonnen-Bus zum ersten Mal über eine französische Landstraße zu fahren und nicht genau zu wissen, welches Schild jetzt für mich gilt und welches nicht. Genau für diese Unsicherheit schreibe ich diesen Abschnitt, nicht als trockene Vorschriftenliste, sondern als das, was ich selbst vor der Fahrt gerne gewusst hätte.

Diese Serie: Deutschland · Frankreich · Italien · Spanien · Griechenland · Portugal (folgt)

Technische Kontrolle (Contrôle Technique)

Für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen läuft die Prüfung ähnlich wie in Deutschland: erste Kontrolle vier Jahre nach Erstzulassung, danach alle zwei Jahre. Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, also für viele größere Reisemobile und insbesondere umgebaute Busse wie meinen, gilt das strengere Regime für Nutzfahrzeuge, mit mehr Prüfpunkten und einem speziellen Prüfzentrum (z. B. Dekra oder Norisko), das auf Schwerfahrzeuge zugelassen ist. Hier gibt es dann 1 bis 2 Jahresfristen.

Kurz gesagt: Unter 3,5 t = wie ein normales Auto, alle 2 Jahre. Über 3,5 t = wie ein Lkw, eigenes Prüfzentrum, häufigere Kontrolle. Der Unterschied ist nicht kosmetisch: Wer das ignoriert, findet vor Ort kein Prüfzentrum, das sein Fahrzeug überhaupt annimmt.

Wir wurden die letzten 4 Jahre zweimal in Frankreich kontrolliert – aber eher aus Neugier als aus einem technischen Problem heraus. Das erste Mal an einer grünen Grenze zwischen Spanien und Frankreich. Da fragte mich der Polizist (auf deutsch…) Löcher in den Bauch wie und warum, und Holz, und selber gemacht…

Das zweite mal kurz vor Monaco. Dort warnten uns Polizisten vor den vielen „Illegalen“. Sie gaben uns eher wertvolle Tipps zum sicheren (und freien) Parken. Und wollten wissen, wie lange wir mit unserem Wasser und Solar frei stehen können.

Blick auf die Kathedrale St. André de Bordeaux durch das durch einen Brandanschlag geschwärzte Tor der Rathauses

Was speziell für schwere Wohnmobile gilt

Seit 2021 müssen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen in Frankreich mit einem „Toter-Winkel“-Aufkleber („Angles Morts“) an beiden Seiten und am Heck ausgestattet sein. Das betrifft praktisch jeden umgebauten Bus oder jedes schwere Wohnmobil. Bei Fehlen drohen zwar aktuell eher Ermahnungen als Bußgelder, ganz ohne Aufkleber unterwegs zu sein, lohnt sich aber nicht.

Meine ehrliche Meinung: Für 5 Euro Aufkleber ein Bußgeldrisiko einzugehen, ist einer der unnötigsten Fehler, die ich bei anderen Campern immer wieder sehe. Wir nutzen Magnetschilder, schnell dran, und schnell wieder weg.

Arc de Triumphe in Paris

Zusätzlich gelten für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen eigene Regeln bei Verkehrsschildern: Ein durchgestrichenes LKW-Symbol betrifft in der Regel nur den gewerblichen Güterverkehr, nicht Wohnmobile – außer es ist ausdrücklich mit „AUX CAMPING-CARS“ ergänzt. Schilder zu Höhe, Breite, Länge und Achslast gelten dagegen immer, auch wenn sie unter einem LKW-Verbotsschild stehen.

Umweltzonen (Crit’Air)

In vielen größeren Städten – allen voran Paris und Lyon – gelten mittlerweile Low-Emission-Zonen (ZFE), in denen Fahrzeuge ohne oder mit schlechter Crit’Air-Einstufung eingeschränkt oder ganz ausgeschlossen werden. Die Zahl dieser Zonen wächst spürbar; wer mit einem älteren Fahrzeug unterwegs ist, sollte das vor der Einfahrt in größere Städte prüfen.

Paris mit dem Wohnmobil

Wobei, wir waren mit unserem Hymer Camp 55 2022 in Paris. Für das WoMo hatten wir keine Freigabe aufgrund der Schadstoffklasse. Der Mietwagen hätte uns aber an diesem „Christi Himmelfahrt“ 1000 € gekostet. Das Bußgeld für die nicht vorhandene Plakette 35€. Somit sind wir trotzdem mit dem WoMo gefahren und haben 200 m neben dem Eiffelturm geparkt.

Weitere Praxis-Punkte für die Fahrt selbst

  • Radarwarngeräte sind strikt verboten – bei Entdeckung droht Beschlagnahmung, bei fest eingebauten Geräten sogar die Einziehung des gesamten Fahrzeugs
  • Warndreieck und Warnweste sind Pflicht, bei Panne oder Unfall auf Autobahn/Schnellstraße muss die Warnweste schon vor dem Aussteigen angezogen werden
  • Telefonieren nur mit Freisprechanlage und externem Lautsprecher/Mikrofon – Headsets sind verboten

Querverweise

Wohnmobil-Ausbau & TÜV: Was in Deutschland wirklich gilt

Zuletzt aktualisiert: 27. August 2026

Kurz zusammengefasst: Wer sein Wohnmobil selbst ausbaut, muss bestimmte Vorgaben zu Sitzplätzen, Kochstelle, Schlafmöglichkeit und Gewicht erfüllen, damit der TÜV es als Wohnmobil abnimmt. Maßgeblich ist das Merkblatt 740 des TÜV-Verbands. Sonderfälle wie Kaminöfen oder Standheizungen brauchen ggf. eigene Nachweise – und auch während einer Europareise bleibt die deutsche Hauptuntersuchung relevant, sobald man wieder einreist.

Diese Serie: Deutschland · Frankreich · Italien · Spanien · Griechenland · Portugal (folgt)

Warum ich das hier so aufschreibe

Du musst herausfinden, was du liebst. Bei deiner Arbeit genauso wie bei deinem Fahrzeug. Ich liebe es, Dinge selbst zu bauen und zu verstehen, warum sie funktionieren. Genau diese Haltung bringe ich in diesen Artikel: kein Paragraphen-Abschreiben, sondern die Perspektive von jemandem, der es selbst durchgezogen hat. Besser spät als nie – bei mir war das etwas spät…

Ich weiß, dass gerade der bürokratische Teil bei den meisten Selbstausbauern für das größte Unbehagen sorgt, mehr als das Schreinern oder Verkabeln selbst. Deshalb sortiere ich hier bewusst danach, was für dich in der Praxis zählt, nicht nach Paragraphen-Nummern. Und ich sage dir auch klar meine Meinung: Viele Ratgeberseiten tun so, als sei der Ausbau reine Formsache, ist er nicht. Genau diese Verharmlosung sorgt dafür, dass Leute erst bei der Abnahme merken, dass etwas Grundlegendes fehlt.

Der bürokratische Teil hat mich anfangs ehrlich gesagt mehr genervt als der eigentliche Ausbau. Aber genau das gehört dazu: dranbleiben, nachfragen, nicht beim ersten Njet aufgeben. Das gilt für den TÜV-Termin genauso wie für die Zulassungsstelle.

Was der TÜV bei der Zulassung als Wohnmobil prüft

Damit ein Fahrzeug offiziell als Wohnmobil durchgeht (und nicht nur als umgebauter Transporter mit Möbeln drin), müssen bestimmte Eckdaten und Ausstattungsmerkmale erfüllt sein:

  • Maße: max. 12 m Länge (ohne Anhängerkupplung oder leicht entfernbare Anbauteile), 2,55 m Breite (ohne Spiegel), 4,05 m Höhe
  • Gewicht: abhängig vom Basisfahrzeug und der jeweiligen Fahrzeugklasse – bei meinem Reisebus lag die zulässige Gesamtmasse bei 19 t, als Wohnmobil „nur“ noch 18 t, weit über dem, was ein „klassisches“ 3,5-Tonnen-Wohnmobil mitbringt. Für die meisten Selbstausbauten auf Transporter-Basis liegt der relevante Bereich deutlich niedriger (siehe Abschnitt zu den HU-Fristen unten)
  • Sitzplätze: maximal 9 Plätze mit Gurt – diese Grenze hängt mit der Fahrzeug- und Führerscheinklasse zusammen; wer mehr Plätze braucht, bewegt sich in Richtung Bus-Zulassung (FS Klasse D)
  • Kochstelle: muss vorhanden und fest eingebaut sein
  • Schlafmöglichkeit: ausreichend große Liegefläche
  • Verstaumöglichkeit: Schrank oder vergleichbarer Stauraum

Die Hauptuntersuchung: Fristen und rechtlicher Rahmen

Egal wohin die Reise später geht, wenn dein Wohnmobil in Deutschland zugelassen ist, ist die deutsche Hauptuntersuchung (HU) dein rechtlicher Ausgangspunkt.

Bei Wohnmobilen bis 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse ist die erste HU nach 36 Monaten fällig, danach alle 24 Monate. Liegt dein Fahrzeug zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen, wird alle 24 Monate geprüft. Nach sechs Jahren, wie bei uns, sogar jährlich. Ein leichterer Camper hat also spürbar mehr Luft zwischen den Prüfterminen als ein schwererer Aufbau.

Kurz gesagt: Leichter Camper (bis 3,5 t) = alle 2 Jahre zum TÜV. Schwerer Camper (3,5–7,5 t) = alle 2 Jahre, ab Jahr 6 sogar jährlich. Einfach zu merken, auch wenn die Details dahinter komplexer sind.

Das Merkblatt 740 – dein wichtigstes Nachschlagewerk

Für alle, die selbst ausbauen, ist das Merkblatt 740 des TÜV-Verbands die zentrale Referenz. Es legt fest, welche Anforderungen ein Selbstausbau erfüllen muss, damit er als Wohnmobil durchgeht. Dazu gehören Vorgaben zur Kochstelle, zu Sitz- und Schlafplätzen sowie zum zulässigen Auf- und Ablasten. Das Merkblatt wurde in den letzten Jahren überarbeitet, unter anderem um neue EU-Vorschriften abzubilden. Es lohnt sich also, immer die aktuelle Version zu prüfen und nicht eine, die man vor Jahren mal gelesen hat.

Praxisbeispiel: Kaminofen vs. Standheizung

Braunkohleglut im Kaminofen

Wir haben in unserem Ausbau, nach der Umschreibung zum Wohnmobil, einen Kaminofen verbaut. Der Schornstein muss während der Fahrt abgenommen werden, das ist geregelt. Darüber hinaus hat sich der TÜV bei uns bei den letzten drei Prüfungen nicht weiter für den Ofen interessiert.

Bei anderen Campern habe ich gesehen, dass ein vergleichbares Heizgerät stattdessen als „Standheizung“ eingetragen wurde. Mit der Konsequenz, dass es dann auch nur so verwendet werden darf, wie es eingetragen ist. Das erfordert zusätzliche Nachweise: Luftstrom-Berechnung und ein CO-Warner sind hier typische Anforderungen. Wer also über eine Feuerstelle im Camper nachdenkt, sollte vorher klären, in welche Kategorie sie fällt. Das entscheidet, welche Nachweise gefordert werden.

Was, wenn die HU während der Reise abläuft?

Ein Szenario, das jeden Langzeit-VanLifer betrifft: Die Prüfplakette läuft ab, während man gerade quer durch Europa unterwegs ist. Grundsätzlich gilt: Solange sich das Fahrzeug im Ausland befindet, greifen die deutschen Vorschriften zur Hauptuntersuchung nicht unmittelbar. Bei der Einreise zurück nach Deutschland allerdings schon. Praktisch bedeutet das meist, dass man das Fahrzeug auf direktem Weg zur nächsten Prüfstelle bringen muss, sobald man wieder in Deutschland ist, ohne Umwege einzulegen.

Wobei 1-2 Monate drüber ist in der Regel kein Problem, ab 3 Monate kommt eine umfangreiche Komplettprüfung dazu. Diese ist dann auch etwas teurer.

Warum eine Werkstatt im Ausland trotzdem sinnvoll sein kann

Hier lohnt sich ein Blick über den TÜV hinaus: Nicht die Prüforganisation, sondern die eigene Versicherung kann im Schadensfall zum Problem werden, wenn die HU lange überzogen ist.

Von Portugal bis Griechenland findet man TÜV-Prüfstellen und zumindest deutsch- oder englischsprachige Werkstätten. Lässt man dort das Fahrzeug checken, hat man im Zweifel einen Nachweis für die Versicherung in der Tasche. Zusätzlich empfiehlt es sich, schon vor der Einreise beim heimischen TÜV einen Termin zu vereinbaren und sich diesen per Mail bestätigen zu lassen – das hilft bei einer Kontrolle, falls man die Frist deutlich überschritten hat.

Fazit

Der deutsche Selbstausbau folgt klaren, aber nicht immer offensichtlichen Regeln. Vom Merkblatt 740 bis zu Detailfragen wie der Einstufung von Heizgeräten. Wer plant, quer durch Europa zu reisen, sollte zusätzlich wissen, was passiert, wenn die HU unterwegs abläuft, und wie man sich rechtlich wie versicherungstechnisch absichert.

Im nächsten Teil dieser Serie schaue ich mir an, was in Frankreich, Italien und Spanien gilt – und wo sich die Regeln teils deutlich von den deutschen unterscheiden.

Nibelungenturm in Worms

Weiterführende Infos

Pizzaguide Europa

Wir lieben Pizza. Es gibt so viele Arten davon – viel Teig, dünner Teig, knusprig, labbrig, neapolitanisch. Letztere ist irgendwie unser Favorit. Also meistens…
Hauchdünn, mit einem dicken, weichen Teigrand.

Als VanLifer kommt man ja rum. Probiert viele Pizzen (und Pinse) und optimiert die Eigene (hier der Link zu unserem Rezept: Link)

Der Pizzabelag

Ganz einfach. Margherita. Tomatensoße, Mozzarella, Basilikum – fertig.
Aber so ein Büffelmozzarella oder Rucola mit frischen Cherrytomaten, Chili und Honig?

Wo gibt es die beste Pizza?

Alle für uns erwähnenswerten Pizzen findet ihr auf der folgenden Karte und weiter unten dann unsere Fotos und Bewertungen.

Karte mit Link zur jeweiligen Location

Liste OHNE Wertung

Deutschland
Salino Holzofenpizza – Bamberg
Trattoria D‘Azzuro bei Dani – Bamberg
Henrietta – Bamberg
Ristorante & Pizzeria Da Pippo – Wertheim

Frankreich
Atelier du Pide Mr Tohum Hassan – Straßburg
Palatino – Bordeaux

Italien
Pizzeria Napoletana La Terrazza – Mailand
Pizzeria San Benedetto – Desenzano del Garda
Le Mura Tropea – Tropea, Kalabrien

Österreich
Panperfocaccia – Villach

Spanien
Pizza Terra Mia – Málaga
Pizzería Fusión – Loja, Andalusien

Bewertung

Eine wirkliche Bewertung fällt uns echt schwer, da wir selbst unterschiedliche Geschmäcker haben. Es gäbe die Kategorie Größe, Preis Leistung und Geschmack.

Da wir aber sehr sportlich sind, können bei uns die Pizzen oder Pinse eher größer ausfallen.

„Am Schloss“ in der Nähe von Mailand war die Pizza sehr gut und günstig – dafür aber extra nach Mailand fahren? Eine ähnlich gute Pizza wurde uns auch in Villach versprochen – allerdings hätten wir da 2 Wochen vorher reservieren müssen. Und so haben wir sie eben abgeholt und im Bus gegessen.

Für die Pizza in Desenzano sind wir extra einen Tag länger geblieben – und wurden nicht enttäuscht.

Solche und ähnliche Geschichten erzählt uns jede einzelne Pizza, wenn wir nur die Bilder ansehen.

In Ungarn, Kroatien, Slowenien, Serbien, Nord Mazzedonien, Bulgarien und Griechenland hatten wir viele, wirklich tolle andere Gerichte über die wir gerne in anderen Beiträgen berichten.

Und wo geht ihr am liebsten hin?

Schreibt einen Kommentar, welche Pizzeria eure liebste ist.

Krisenvorsorge oder autarker VanLifer

„Lassen Sie uns also gemeinsam weiter daran arbeiten, krisenfit zu werden!“ ist ein Zitat aus dem aktuellen GfKV-Newsletter #19 vom 21. März 2026 von Herbert Saurugg.

Brandaktueller Handlungsbedarf

Die Straße von Hormuz ist blockiert und bei uns steigen die Energiepreise. Helium, Aluminium, Elektronik wird teurer und selbst etablierte und namhafte Krisenforscher wie z.B. Herbert Saurugg empfehlen vorzusorgen (das machen die eigentlich schon immer…).

Aktuell wird sogar empfohlen, Reparaturen von Elektronikkomponenten vorzuziehen – bevor es im Juli knapp werden könnte.

VanLife vs. Krisenvorsorge

Ob in einem Haus oder in einem Van – jeder sollte vorsorgen. Im Van kann ich als Autarker frei stehen ohne Campingplatz, Wasseranschluss und Strom.

In der Krisenvorsorge kann ich mein Wissen und meine mobile Selbstvorsorge nutzen, um wie bei den Stromausfällen kürzlich in Berlin oder Spanien vorzubeugen.

Heizung und Warmwasser

10 Grad und Regen kann man noch aushalten. Dicke Jacke und fertig. Aber bei deutlich unter 0 Grad friert einfach alles ein. Für den Van oder das Wohnmobil empfehle ich da gerne die Autoterm Heizung (Preislich bei so ab ca. 600 €). Diese funktioniert übrigens auch im TinyHouse. Hier unser Beitrag über die Raparatur und Wartung der Heizung.

Verbunden mit dem sogenannte Warmduscher Kit (je nach Ausbaustufe mit Heizung 2.000 – 3.500€) gibt es dann auch noch warmes Wasser. Dieses verbindet die Luftheizung von Autoterm mit der Wasserheizung. Für warme Luft, warmes Wasser und sogar für nen warmen Fußboden oder Handtücher.
Dieses möchte ich jetzt bei mir Nachrüsten. Aktuell kommt bei uns das warme Wasser noch aus einem Boiler, der rein mit Strom beheizt wird. Und das ist auf Dauer bzw. im Winter unpraktisch und teuer (1kW Strom aus dem Generator liegt bei ca. 1-2 €, Heizöl bzw. Diesel ist hier deutlich günstiger).

Strom aus der Sonne

Strom für Licht, Laptop, Handy, Kühlschrank usw. Wir haben jetzt 11 Uhr und die Sonne liefert aktuell 42,5 A bei 25,64 V. 1090 W. Saubere Leistung. Diese für schlechte Zeiten speichern. Zusammengefasst habe ich das schon einmal in diesem Beitrag: Link
Wenn ihr übrigens eine Beratung braucht oder nicht genau wisst, was für euch das richtige Paket ist, kann ich euch auch gerne beraten uvm…

Wasserfilter

Mit Strom kann man Wasser von überall her pumpen und dann Filtern. Hier habe ich schon mehrere Artikel geschrieben. Einen allgemein über Filter, einen über den Alb-Filter und hier noch extra über meine Lösung – die Umkehrosmose.

Allgemeine Infos über Filter findest du hier oder explizit für Alb-Filter hier oder Umkehrosmoseanlagen hier.

Und jetzt du

Baue dir deine eigene Krisenvorsorge auf. Ob du sie dann wirklich für eine Krise brauchst, für einen unvergesslichen Urlaub oder einfach nur als Sicherheit – beginne jetzt. Mit tigerexped für die Grundausstattung, Alb-Filter für die einfache Wasserfilterung oder HPreiss mit dem Rabattcode W4210#2 (Spare 200€) für eine Umkehrosmoseanlage.

Trockentrenntoilette Part II

Wir haben bereits einen Artikel über unsere Trockentrenntoilette geschrieben – hier der Link. Aber jetzt haben wir mal wieder eine neue Variante der Toilette entdeckt.

Low Cost Eigenbau für Camper und Prepper

Auf der anderen Seite haben wir von einer super Hygienelösung gelesen, welche jetzt bei Freunden Einzug gefunden hat – aber nicht mehr Trenn. Dafür aber trocken.

Zuerst diese Variante: Das Geschäft, sowohl klein und groß wird komplett eingeschweißt und kann dann entsorgt werden. Nichts riecht, in kleinen Tütchen, fertig. Kostenpunkt: 4 Stellig.

Die Low Cost Variante besteht dagegen aus:

  • Dachlatten
  • WC- Sitz
  • 1 Trichter
  • Schlauch
  • Kanister
  • Eimer
  • Schrauben, Kabelbinder, Draht, Pflaster

Diese Variante ist auch super für Prepper (To be prepared – vorbereitet sein) geeignet. Aus den Dachlatten wird ein stabiler „Stuhl“ gebaut. Oben drauf kommt der WC Sitz und darunter ein Eimer und ein Trichter.

Strom – aber woher?

Als wir uns 2021 das erste Wohnmobil gekauft haben, war nach kürzester Zeit klar: Wir brauchen mehr Strom. Die kleine Aufbaubatterie wurde schnell durch eine 175 Ah Bleibatterie ersetzt und auf das Dach kam eine 330 W Solarzelle (vom Gartenhaus). Als wir dann 2022 unsere Europatour starteten war jedoch gleich in der ersten Nacht die Aufbau- und die Fahrbatterie leer – der Absorberkühlschrank war falsch angeschlossen und hat alles leergesaugt.

Für unseren Bus brauchten wir dann mehr Solar. Es wurden 1875 W. Und als Sicherheit einen Stromgenerator. Ein Zipper, den hatte ich noch aus dem Haus. Heute ist es ein Honda, aber das könnt ihr in diesem Beitrag – Link – lesen.

Bedarfsermittlung

Normalerweise stehen wir immer in der prallen Sonne und so reicht unser Solarstrom in der Regel das ganze Jahr. Sogar in Deutschland in einem „normalen“ Jahr von März bis November. Aber was ist schon normal…

Stromlieferanten

Sonne

Der Beste und günstigse Lieferant für uns ist die Sonne. Maximale Ladeleistung hatten wir schon einmal 1900 W. (Hier gibt es Komplettanlagen – bei den aktuellen Dieselpreisen und Benzinpreisen sinnvoll)

Motor

Bei Fahren bzw. wenn der Motor läuft liefern auch 2 Laderegler bis zu 1600 W. Braucht Diesel.

Generator

Unser Stromgenerator liefert im Dauerbetrieb auch maximal 1600 W – allerdings muss man da sehr genau auf die Gegebenheiten, Nachbarn usw. wegen Lärm achten. Unser Generator läuft mit Superbenzin. Es gibt abe auch Hybridmodelle mit Gas und Benzin. Oder Dieselgeneratoren.

Brennstoffzelle

Auch eine Brennstoffzelle ist eine tolle Art, Strom zu gewinnen. Das Abfallprodukt ist Wasser und Wärme. Sie ist leise und Kompakt. Für viele eine tolle Alternative. Hier wird Methanol als „Brennstoff“ benötig.

EFOY Brennstoffzelle mit Methanoltank
EFOY Brennstoffzelle mit Methanoltank

Campingplatz

Camper gehen natürlich auf einen Campingplatz. Für uns als VanLifer und europäische Dauercamper versuchen das aus Kostengründen zu vermeinden. Kommt aber dennoch vor. In Spanien, Italien und Griechenland haben wir allerdings schon oft erlebt, dass bei Regen oder im extremsten Sommer bei Hitze regelmäßig Stromausfall war.

Steckdose

Hin und wieder können oder dürfen wir auch mal an eine Steckdose. Danke.

E-Ladesäule

Wo laden Elektroautos und E-Bikes? An E- Ladesäulen, Wall-Boxen oder einfachen Steckdosen.

Das können wir auch. Hier kann ich sogar mit 3.450 W laden. Da wären wir in 4,5 h von 0 auf 100%.

Vor- und Nachteile der Energielieferanten

Ich gehe hier nur auf 2 Punkte welche mir wichtig sind ein. Platz und Gewicht spielen bei uns keine Rolle, deshalb lasse ich das weg.

Geräusch

Ungeschlagen: die Sonne. Danach wenn man irgendwo autark in der Wildnis steht die Brennstoffzelle. Der Generator steht hier ganz ganz ganz ganz weit hinten.

Kosten

Auch hier wieder ungeschlagen: die Sonne.

E- Ladesäule: 0,25 € (Aldi in Franken) – 2€ (Autobahn Schweiz)

Campingplatz:

  • Version 1: 0,5 – 2 € pro kWh
  • Version 2: 1€ für 6 h (Absicherung zwischen 6 und 16 A)
  • Version 3: 3 – 5 € am Tag
  • Version 4: Im Tages, Wochen oder Monatstarif vom Platz enthalten

Stromgenerator (am Beispiel Honda EU22i): 1 kWh ca. 1 Liter Superbenzin. Somit je nach Region zwischen 1 und 2 € pro kWh.

Brennstoffzelle: ca. 8 – 12 € pro kWh

Fazit

Wir stehen auf Sonne.

Die Brennstoffzelle wäre meine zweite Wahl, wenn es eine einfache, bezahlbare Zelle gäbe, die mit einem Reformator aus der Gasflasche Strom bzw. Wärme erzeugen würde. Aber diese Technik gibt es scheinbar nur für Blockheizkraftwerke.

Somit bleibt uns am Ende an dunklen Tagen nur der Generator oder eine der vielen E-Ladesäulen, welche man mittlerweile an den entlegensten Punkten in Europa findet.

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