Vanlifer, Ingenieur, Webdesigner

Schlagwort: Strom

Strom aus dem Generator

Honda EU22i Stromgenerator: Mein Erfahrungsbericht und wichtige Tipps zum Ölwechsel

Generatoren polarisieren in der Vanlife- und Wohnmobil-Szene. Für viele, die autark und fernab von Campingplätzen unterwegs sind, sind sie unverzichtbar. Andere empfinden das Brummen als Störung. Die Diskussionen in den großen Communities zeigen klar: Etwa die Hälfte der Vanlifer steht dem Generator eher kritisch gegenüber und setzt lieber auf leisere Alternativen.

Für mich ist der Generator ein wichtiger Begleiter, allerdings mit klaren Regeln: bewusst einsetzen, Rücksicht auf Natur und Mitmenschen nehmen und das Gerät ordentlich warten.

Tipp: Wer generell wissen will, welche Stromquellen im Camper sinnvoll sind (Solar, Batterie, Generator, Brennstoffzelle & Co.), findet hier den Überblick:

Strom – aber woher?

Von Zipper ZI-STE 2000 IV zum Honda EU22i: Mein Weg zum zuverlässigen Generator

Mein aktueller Honda EU22i ist bereits der zweite Generator. Der erste war ein Zipper ZI-STE 2000 IV – optisch dem Honda sehr ähnlich und ebenfalls als Inverter beworben. Der Preis lag bei weniger als der Hälfte des Honda, und die digitale Betriebsstundenanzeige war praktisch.

Leider ging der Zipper nach nur 6 Betriebsstunden kaputt – der Inverter war defekt. Die Reparatur hätte mehr als die Hälfte des Neupreises gekostet. Für mich war das der klare Entscheid: einmal richtig investieren und auf Qualität setzen.

Der Honda EU22i ist teurer, dafür aber robust, leise und kompakt – ideal für den Einsatz im Wohnmobil und Vanlife. Auch hier gibt es jedoch Pflegepunkte, vor allem beim Ölwechsel.

Mein Problem: Startschwierigkeiten bei kühlen Temperaturen

Nach etwa 20+ Betriebsstunden sprang mein Honda EU22i immer wieder schlecht an oder ging nach dem Start 2-3 Mal aus. Besonders unterwegs ärgerlich, wenn man auf die Stromversorgung angewiesen ist.

Ich habe in drei großen Facebook-Wohnmobilgruppen nachgefragt:
„Welches Öl verwendet ihr und wie oft macht ihr den Ölwechsel? Muss ich öfter wechseln oder anderes Öl nehmen?“

Die Community antwortet: falsches Öl, warum Generator, …

  • „Warum überhaupt Generator? Auf Campingplätzen gibt’s doch Steckdosen…“
  • „Falsches Öl – lies die Betriebsanleitung.“
  • Luftfilter oder Zündkerze prüfen.“
  • Und der Rest hat sich irgendwann selbst beschimpft.

Welches Öl ist das richtige für den Honda EU22i?

Die klare Empfehlung:
Hochwertiges 4-Takt-Motoröl mit der Viskosität SAE 10W-30.

Dieses Öl fließt auch bei kühleren Temperaturen gut und schützt den Motor optimal. Für Dauerbetrieb und längere Touren eignen sich synthetische Öle oft besser, da sie stabiler bleiben.

Ölwechselintervalle laut Hersteller und Praxis

Laut Honda-Bedienungsanleitung:

  • Erster Ölwechsel nach 20 Betriebsstunden
  • Danach alle 50 Stunden oder spätestens alle drei Monate

In der Praxis berichten viele Nutzer, dass häufigeres Wechseln sinnvoll ist – besonders wenn der Generator im Camper lange läuft.

Meine Erfahrung:
Da der Generator bei mir grundsätzlich mit 1.400 – 1.650 Watt läuft, ist nach über 140 Betriebsstunden ein Ölwechsel alle 20 – 25 Stunden nötig. Dann ist das Öl schwarz.
Luftfilter und Zündkerze sind bei mir bisher völlig in Ordnung.

So wechsle ich das Öl am Honda EU22i

  • Motor vor dem Ölwechsel warm laufen lassen und abschalten.
  • Ölablassschraube öffnen, altes Öl komplett ablassen.
  • Neues Öl (ca. 440 ml SAE 10W-30) nachfüllen.
  • Ölstand mit dem Messstab kontrollieren und bei Bedarf nachfüllen.
  • Altöl umweltgerecht entsorgen.

Mein Tipp: Ölqualität und Rücksicht

Vanlife bedeutet für mich auch Verantwortung – gegenüber der Natur und den Mitreisenden. Deshalb nutze ich den Honda EU22i bewusst und nicht ständig. Ruhezeiten einhalten und den Generator nur starten, wenn es wirklich nötig ist.

Gleichzeitig achte ich penibel auf Ölstand und Ölqualität. Klares, sauberes Öl ist entscheidend, damit der Motor jederzeit anspringt – auch bei kühlen Temperaturen.

Mit einem gut gewarteten Honda EU22i lässt sich das autarke Vanlife deutlich entspannter gestalten.


Weiterführende Beiträge

Honda i22 Stromgenerator
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Camper Energierechner – Solar, Batterie & Wechselrichter kostenlos berechnen

Wie viel Strom brauche ich in meinem Camper wirklich? Wie groß muss die Batterie sein – und reicht mein Solar auch im Herbst noch aus? Diese Fragen stellt sich jeder, der seinen Camper autark ausbauen möchte.

Mit diesem kostenlosen Energierechner kannst du deinen individuellen Strombedarf berechnen, die Solaranlage dimensionieren, den richtigen Wechselrichter auswählen und bald in einem weiteren Tool die Kabelquerschnitte ermitteln – alles ohne Registrierung, direkt im Browser.

Was kann der Rechner?

Der Camper Energierechner deckt alle relevanten Bereiche eines autarken Stromausbaus ab:

  • Verbraucher erfassen – 12V, 24V, 230V und Grundlast getrennt, mit realistischen Hinweisen zu typischen Verbrauchswerten
  • Solaranlage dimensionieren – inklusive Gegenrechnung mit deiner installierten Modulleistung und Systemwirkungsgrad
  • Batterie berechnen – mit Autonomietagen und Entladetiefe je nach Batterietyp (AGM, LiFePO4, NMC)
  • Wechselrichter und Laderegler auslegen – Dauerleistung und MPPT-Stromstärke
  • Kabelquerschnitte ermitteln – mit Spannungsabfall-Berechnung und Normquerschnitt-Empfehlung (extra Tool)
  • Ladezeiten berechnen – für Solar und Landstrom
  • Sonneneinstrahlung nach Region und Jahreszeit – mit Peak Sun Hours für Mitteleuropa, Südeuropa, Skandinavien und Nordafrika

So nutzt du den Rechner richtig

Schritt 1 – Verbraucher eintragen
Trage alle Geräte mit ihrer tatsächlichen Leistung (Watt) und der täglichen Betriebszeit ein. Wichtig: Nicht die Nennleistung vom Typenschild, sondern den realen Verbrauch – den misst du am genauesten mit einem Shunt oder einem Energiemessgerät. Sollte das nicht mögich sein, dann doch das Typenschild und eine Angabe, wie viele Stunden das Gerät am Tag läuft.

Schritt 2 – Grundlast nicht vergessen
Die Grundlast umfasst alles, was dauerhaft läuft: Kühlschrank, Lüfter, Wechselrichter im Standby, Router, Alarmanlage. Bei mir sind das z.B. zwei Mastervolt-Wechselrichter, ein Kompressorkühlschrank, eine UV-Lampe für die Wasserdesinfektion und der Lüfter der Trockentrenntoilette.

Schritt 3 – Solarertrag gegenrechnen
Trage deine installierte Solarleistung und den Systemwirkungsgrad ein. Bei einem flachen Camperdach mit 30°C+ Außentemperatur sind 70% ein realistischer Wert – flache Module verlieren Leistung durch den ungünstigen Winkel, gewinnen aber durch längere Ertragsdauer.

Schritt 4 – Berechnen und anpassen
Klicke auf „Vollständig berechnen“ und schau dir die Ergebnisse an. Die Empfehlungen für Solar, Batterie und Wechselrichter enthalten einen Sicherheitspuffer – das ist Absicht. Lieber etwas größer dimensionieren als im Urlaub ohne Strom dastehen.

Mein eigenes Setup als Beispiel

In meinem Setra laufen dauerhaft:

  • Zwei Mastervolt-Wechselrichter (Wirkungsgrad ~92% Volllast, ~10–15W Standby zusammen)
  • Kompressorkühlschrank (Herstellerangabe 68W, real durch Taktung ca. 20W Durchschnitt)
  • UV-Lampe Wasserdesinfektion und Umkehrosmose im Standby
  • Lüfter Trockentrenntoilette

Das ergibt meine Grundlast von rund 130W × 24h = 3.120 Wh/Tag – ein hoher Wert, der aber meiner realen Installation entspricht. Mit 1875Wp Solar auf dem Dach und 7 effektiven Sonnenstunden im Sommer reicht das locker für die Grundlast und die meisten Zusatzverbraucher.

Tipps für realistische Ergebnisse

  • Shunt installieren – Ein Batteriecomputer (z.B. Victron BMV-712) zeigt dir nach 24h genau, wie viel Strom du wirklich verbraucht hast. Das ist der beste Ausgangspunkt für die Berechnung.
  • E-Bike richtig eintragen – Nicht die Akkukapazität, sondern die Ladegerätleistung! Ein 36V/4A-Ladegerät hat 144W – nicht 482W wie der Akku.
  • Wechselrichter-Leerlauf nicht unterschätzen – Viele WR verbrauchen 10–30W auch wenn kein Gerät läuft. Bei 24h sind das bis zu 720Wh täglich.
  • Solarwirkungsgrad realistisch wählen – Bei Hitze und flacher Dachmontage sind 70% ein guter Ausgangswert.

PDF und Drucken

Du kannst deine Berechnung als PDF speichern oder direkt ausdrucken – über die Schaltflächen oben im Tool. Die Druckversion fasst alle fünf Bereiche auf einem Dokument zusammen und eignet sich gut als Planungsunterlage für den Ausbau.

Viel Spaß mit meinem Tool:

Campervanbau · Autarksystem · v3.0 – Änderungen

☀️ Camper Energierechner

Solar, Batterie, Wechselrichter — alle Werte realistisch berechnet.

So funktioniert der Rechner: Trage alle Geräte mit ihrer tatsächlichen Leistungsaufnahme und der täglichen Betriebsdauer ein. Die Checkbox aktiviert oder deaktiviert einen Verbraucher ohne ihn zu löschen. Die Spalte Wh/Tag wird live berechnet.
12 V Verbraucher
12V-Geräte laufen direkt von der Batterie. Leistung steht auf dem Gerät oder im Datenblatt. Wasserpumpen: nur die tatsächliche Laufzeit eintragen (z.B. 3× 5 Min./Tag = 0,25 h).
✓ Bezeichnung Leistung (W) h/Tag Wh/Tag

24 V Verbraucher
Kompressorkühlschränke haben hohe Nennleistung laut Hersteller, aber durch Taktung ist die tatsächliche Durchschnittsleistung oft nur 15–30 W. Realen Wert mit Shunt nach 24 h messen.
✓ Bezeichnung Leistung (W) h/Tag Wh/Tag

⚡ Tribolias Grundlast
Die Grundlast fasst alle Verbraucher zusammen, die dauerhaft (24 h/Tag) laufen. Wichtig: Wenn der Kühlschrank bereits oben eingetragen ist, hier ohne Kühlschrank rechnen (Doppelzählung vermeiden). Grundlast messen: Shunt oder Klemmmessgerät bei ausgeschalteten Hauptverbrauchern.
✓ Bezeichnung Leistung (W) h/Tag Wh/Tag

🔥 Heizung & Lüftung
Standheizungen haben zwei Phasen: Startphase (~2–5 Min., bis 150 W) und Betriebsphase (nur 10–30 W). Startphase in Stunden: 3 Starts × 3 Min. = 9 Min. = 0,15 h.
✓ Bezeichnung Leistung (W) h/Tag Wh/Tag

230 V Verbraucher (über Wechselrichter)
E-Bike: Nicht Akkukapazität, sondern Ladegerätleistung eintragen! Beispiel: Ladegerät 36 V/4 A = 144 W, Ladezeit 3,35 h.
Laptop: Gesamte tägliche Betriebszeit eintragen, nicht nur Ladezeit.
WR-Leerlauf: Wechselrichter verbraucht auch im Standby Strom (ca. 10–30 W × 24 h).
✓ Bezeichnung Ladegerät / Leistung (W) h/Tag Wh/Tag

☀️ Täglicher Solarertrag (Gegenrechnung)
Formel: Modulleistung × effektive Sonnenstunden × Systemwirkungsgrad. Bei Hitze über 30 °C verlieren Module ca. 0,3 % pro Grad über 25 °C. Realwert: MPPT-Laderegler-Display nach einem sonnigen Tag ablesen.

⚙️ Systemkonfiguration
⚡ Verbrauch: — Wh/Tag ☀️ Solarertrag: — Wh/Tag 📊 Bilanz: — Wh/Tag 🔋 Batterie: — Ah
Bitte zuerst Verbraucher eintragen und auf „Vollständig berechnen“ klicken.
Ladezeiten für Solar und Landstrom. Hinweis: Kapazität bezieht sich auf eine 12 V Batterie.
Solarladung

Landstrom-Ladung
PSH = Stunden bei voller Nennleistung (1000 W/m²). 400 Wp × 5 PSH × 70 % = 1.400 Wh/Tag real.
JahreszeitPSH/Tag Ertrag 400 Wp (70 %)MonatsertragTipp

Verluste & Ausrichtung
SituationErtragsverlust
Optimal (Süd, 30 °) +/- 0 %
Flach (0 °, Camperdach) – 10 bis 15 % Leistung, aber längere Ertragsdauer
Ost- oder West– 20 bis 30 %
Teilverschattung– 20 bis 50 %
Vollverschattungbis – 80 %
Hitze 45 °C Modultemp.ca. – 6 % (0,3 %/°C über 25 °C)
Verschmutzung / Staub– 5 bis 15 %

Sonnenstand Mitteleuropa (~48 °N)
MonatSonnenhöheTagelängePSH
Januar19 °~8,5 h1,5
Februar27 °~10 h2,5
März39 °~12 h3,5
April50 °~14 h4,5
Mai58 °~15,5 h5,5
Juni62 °~16 h6,0
Juli60 °~15,5 h6,0
August53 °~14 h5,5
September42 °~12 h4,0
Oktober31 °~10,5 h3,0
November22 °~9 h1,8
Dezember17 °~8 h1,2
Version 3.0 – Änderungen gegenüber v2.1
Leitungsrechner ausgelagert in ein eigenständiges Tool. Der Energierechner fokussiert sich jetzt auf Solar, Batterie und Wechselrichter.
BereichÄnderung
Leitungs-TabEntfernt — Kabelberechnung ist jetzt ein eigenständiges Tool auf einer separaten Seite.
Untertitel„Leitungsquerschnitte“ aus der Kurzbeschreibung entfernt.

Version 2.1 – Änderungen gegenüber v2.0
BereichÄnderung
Leitungs- & SicherungsverlusteNeuer Wert 0 % ergänzt – für Messungen mit Shunt oder wenn Verluste bereits in den Verbrauchswerten enthalten sind.
Wechselrichter-WirkungsgradNeuer Wert 100 % ergänzt – für Systeme ohne Wechselrichter oder reinen 12V/24V-Direktverbrauch.

Version 2.0 – Modularisierung
Der gesamte Code wurde in 8 separate Dateien aufgeteilt. Jede Datei kann unabhängig mit Qwen2.5-Coder:7b weiterentwickelt werden.
DateiInhaltZeilen
config.jsAlle Startwerte, Standardwerte, Sonnendaten~65
dom.jsgid(), gval(), buildRow(), updateWhCols(), setDefaults()~80
tables.jsbuildAllTables(), addEmptyRow(), readTable()~70
calc.jsliveCalc(), calculate(), cableQ()~120
tools.jscalcLaden(), calcLandstrom() — calcLeitung() ausgelagert~90
sun.jsupdateSun(), Saisonkarten~50
tabs.jsswitchTab()~30
events.jssetupListeners(), init()~60
style.cssAlle CSS-Regeln~150
index.htmlNur HTML-Skelett, keine Logik~250

Version 1.4 – WordPress-Fix
BereichÄnderung
WP-KompatibilitätAlle inline Event-Handler entfernt, per JS gesetzt
jQuery-Konflikt$() umbenannt zu gid()
DOMContentLoadedWrapper für sichere Initialisierung

Version 1.3 – Community-Feedback
BereichÄnderung
E-Bike480 W → 144 W (Ladegerätleistung, nicht Akkukapazität)
WR-LeerlaufEigene Zeile: 18 W × 24 h = 432 Wh/Tag
GrundlastEigener Bereich mit Warnung bei hohen Werten
SolarertragGegenrechnung mit Bilanz und Fehlbedarf
WR-WirkungsgradKonfigurierbares Feld (Standard 85 %)

Dieses Tool dient zur Planung und Abschätzung. Die Ergebnisse sind Richtwerte mit einkalkulierten Sicherheitspuffern – keine verbindliche Fachplanung. Vor dem Einbau elektrischer Anlagen im Fahrzeug immer einen Elektriker oder KFZ-Elektriker hinzuziehen.

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Krisenvorsorge oder autarker VanLifer

Zuletzt aktualisiert: September 2026

„Lassen Sie uns also gemeinsam weiter daran arbeiten, krisenfit zu werden!“ — dieses Zitat aus dem GfKV-Newsletter von Herbert Saurugg vom März 2026 hat an Aktualität nicht verloren. Im Gegenteil.

Seitdem ist einiges passiert: Die Straße von Hormuz war blockiert, Spanien und Portugal haben einen großflächigen Stromausfall erlebt, und die Gasspeicher in Deutschland stehen aktuell bei rund 53 %, ein Wert der beruhigend klingt, es aber nicht ist wenn man die Ausgangslage kennt. Die GfKV hat im Juli 2026 eine umfassende Analyse zur globalen Lage veröffentlicht: Globaler Systembruch — Die verzögerte Krise (Juli 2026). Pflichtlektüre.

Was sich seit März 2026 verändert hat

Der Westeuropa-Blackout vom April 2026 hat gezeigt: Krisenexperte Herbert Saurugg hatte erneut recht, die Bevölkerung und Organisationen wissen im Ernstfall nicht wie sie handeln sollen. Wer in einem Van oder Bus lebt und autark ist, hatte an diesem Tag kein Problem. Wer zuhause am Netz hing, war auf sich allein gestellt.

Das ist der Unterschied zwischen Krisenvorsorge als Konzept und Autarkie als gelebter Alltag. Ich mache beides nicht als Hobby, ich lebe es täglich.

Mein aktuelles Setup und was dazugekommen ist

Seit dem letzten Update hat sich einiges getan:

Heizung: Die Autoterm 4D Diesel-Luftheizung läuft zuverlässig als Hauptheizung. Der wieder aktivierte Ecomat 2000 als stille zweite Option für milde Nächte, und ein 4,2 kW Gasheizer auf Propan-Flasche als Backup. Drei unabhängige Systeme, drei verschiedene Energiequellen. Alles zur Heizperiode 2026/27 gibt es in meinem separaten Heizperioden-Beitrag.

Solar: 5 Module à 375 Wp = 1.875 Wp Gesamtleistung auf dem Dach, aufgeteilt auf zwei MPPT-Laderegler. An einem guten Sommertag lieferte die Anlage sogar über 2.000 W. Mehr als genug für alle Verbraucher. Die komplette Dimensionierung könnt ihr mit meinem Camper Energierechner nachvollziehen.

Verkabelung: Alle Leitungen neu berechnet und dokumentiert mit dem Kabelrechner für Camper der jetzt auch Temperaturkorrektur und Bündelungsfaktoren berücksichtigt.

Generator: Der Honda EU 22i läuft als Backup wenn Solar und Batterie nicht reichen. Bei 1–2 € pro kWh Generatorstrom ist er teurer als Diesel oder Heizöl, aber unverzichtbar wenn nichts anderes geht.

VanLife vs. Krisenvorsorge, mein Update

Ob Haus oder Van, Autarkie ist keine Frage des Fahrzeugs, sondern eine Frage der Entscheidung. Im Bus zwingen mich die Umstände zur Selbstversorgung. Im Haus müsste man sie bewusst aufbauen.

Was ich im Bus täglich nutze – Solar, Wasserfilter, Diesel-Heizung, Batteriespeicher – ist genau das was Krisenvorsorge-Experten empfehlen. Der Unterschied: Bei mir ist es kein Notfallplan der im Keller liegt, sondern meine normale Infrastruktur.

„Derzeit folgt eine Krise auf die nächste. Deshalb ist Krisenvorsorge auch so wichtig wie nie“ – das gilt für Betriebe genauso wie für Privatpersonen.

Heizung und Warmwasser

10 Grad und Regen kann man noch aushalten. Dicke Jacke und fertig. Aber bei deutlich unter 0 Grad friert alles ein – Wasserleitungen, Batterien, Lebensmittel. Für Van und Wohnmobil empfehle ich die Autoterm 4D Diesel-Luftheizung – zuverlässig, sparsam, funktioniert auch bei extremen Temperaturen.

Das Warmwasser kommt aktuell noch aus einem elektrischen 30-Liter-Boiler. Das möchte ich auf das Warmduscher-Kit von Autoterm umstellen – Warmwasser aus der Dieselheizung ist deutlich effizienter als 1 kW Strom aus dem Generator.

Strom aus der Sonne

Solar ist meine wichtigste Energiequelle. Bei 1.875 Wp auf dem Dach und guter Sonneneinstrahlung bin ich komplett unabhängig vom Netz. Alles was ich darüber gelernt habe – Dimensionierung, Verluste, realistische Ertragserwartungen – findet ihr im Energierechner-Beitrag und in meinem früheren Artikel Strom — aber woher?

Wasser

Mit Strom kann man Wasser von überall her pumpen und dann Filtern. Hier habe ich schon mehrere Artikel geschrieben. Einen allgemein über Filter, einen über den Alb-Filter und hier noch extra über meine Lösung – die Umkehrosmose.

Allgemeine Infos über Filter findest du hier oder explizit für Alb-Filter hier oder Umkehrosmoseanlagen hier.

Und jetzt du

Baue dir deine eigene Autarkie auf – ob für Krisenvorsorge, für den Urlaub oder einfach als dauerhafte Lebensweise. Fang mit dem an was du hast und baue es Schritt für Schritt aus.

Wer Fragen hat oder Beratung braucht – ich helfe gerne weiter. Einfach über die Kontaktseite melden.

Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte: Herbert Saurugg und die GfKV bieten auf gfkv.at umfangreiche Informationen und regelmäßige Newsletter zur Krisenvorsorge.


Die GfKV-Analyse „Globaler Systembruch — Die verzögerte Krise“ (Juli 2026) ist unter diesem Link kostenlos abrufbar. Empfehlenswert.

Strom – aber woher?

Als wir uns 2021 das erste Wohnmobil gekauft haben, war nach kürzester Zeit klar: Wir brauchen mehr Strom. Die kleine Aufbaubatterie wurde schnell durch eine 175 Ah Bleibatterie ersetzt und auf das Dach kam eine 330 W Solarzelle (vom Gartenhaus). Als wir dann 2022 unsere Europatour starteten war jedoch gleich in der ersten Nacht die Aufbau- und die Fahrbatterie leer – der Absorberkühlschrank war falsch angeschlossen und hat alles leergesaugt.

Für unseren Bus brauchten wir dann mehr Solar. Es wurden 1875 W. Und als Sicherheit einen Stromgenerator. Ein Zipper, den hatte ich noch aus dem Haus. Heute ist es ein Honda, aber das könnt ihr in diesem Beitrag – Link – lesen.

Bedarfsermittlung

Normalerweise stehen wir immer in der prallen Sonne und so reicht unser Solarstrom in der Regel das ganze Jahr. Sogar in Deutschland in einem „normalen“ Jahr von März bis November. Aber was ist schon normal…

Stromlieferanten

Sonne

Der Beste und günstigse Lieferant für uns ist die Sonne. Maximale Ladeleistung hatten wir schon einmal 1900 W. (Hier gibt es Komplettanlagen – bei den aktuellen Dieselpreisen und Benzinpreisen sinnvoll)

Motor

Bei Fahren bzw. wenn der Motor läuft liefern auch 2 Laderegler bis zu 1600 W. Braucht Diesel.

Generator

Unser Stromgenerator liefert im Dauerbetrieb auch maximal 1600 W – allerdings muss man da sehr genau auf die Gegebenheiten, Nachbarn usw. wegen Lärm achten. Unser Generator läuft mit Superbenzin. Es gibt abe auch Hybridmodelle mit Gas und Benzin. Oder Dieselgeneratoren.

Brennstoffzelle

Auch eine Brennstoffzelle ist eine tolle Art, Strom zu gewinnen. Das Abfallprodukt ist Wasser und Wärme. Sie ist leise und Kompakt. Für viele eine tolle Alternative. Hier wird Methanol als „Brennstoff“ benötig.

EFOY Brennstoffzelle mit Methanoltank
EFOY Brennstoffzelle mit Methanoltank

Campingplatz

Camper gehen natürlich auf einen Campingplatz. Für uns als VanLifer und europäische Dauercamper versuchen das aus Kostengründen zu vermeinden. Kommt aber dennoch vor. In Spanien, Italien und Griechenland haben wir allerdings schon oft erlebt, dass bei Regen oder im extremsten Sommer bei Hitze regelmäßig Stromausfall war.

Steckdose

Hin und wieder können oder dürfen wir auch mal an eine Steckdose. Danke.

E-Ladesäule

Wo laden Elektroautos und E-Bikes? An E- Ladesäulen, Wall-Boxen oder einfachen Steckdosen.

Das können wir auch. Hier kann ich sogar mit 3.450 W laden. Da wären wir in 4,5 h von 0 auf 100%.

Vor- und Nachteile der Energielieferanten

Ich gehe hier nur auf 2 Punkte welche mir wichtig sind ein. Platz und Gewicht spielen bei uns keine Rolle, deshalb lasse ich das weg.

Geräusch

Ungeschlagen: die Sonne. Danach wenn man irgendwo autark in der Wildnis steht die Brennstoffzelle. Der Generator steht hier ganz ganz ganz ganz weit hinten.

Kosten

Auch hier wieder ungeschlagen: die Sonne.

E- Ladesäule: 0,25 € (Aldi in Franken) – 2€ (Autobahn Schweiz)

Campingplatz:

  • Version 1: 0,5 – 2 € pro kWh
  • Version 2: 1€ für 6 h (Absicherung zwischen 6 und 16 A)
  • Version 3: 3 – 5 € am Tag
  • Version 4: Im Tages, Wochen oder Monatstarif vom Platz enthalten

Stromgenerator (am Beispiel Honda EU22i): 1 kWh ca. 1 Liter Superbenzin. Somit je nach Region zwischen 1 und 2 € pro kWh.

Brennstoffzelle: ca. 8 – 12 € pro kWh

Fazit

Wir stehen auf Sonne.

Die Brennstoffzelle wäre meine zweite Wahl, wenn es eine einfache, bezahlbare Zelle gäbe, die mit einem Reformator aus der Gasflasche Strom bzw. Wärme erzeugen würde. Aber diese Technik gibt es scheinbar nur für Blockheizkraftwerke.

Somit bleibt uns am Ende an dunklen Tagen nur der Generator oder eine der vielen E-Ladesäulen, welche man mittlerweile an den entlegensten Punkten in Europa findet.

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Flackerndes Licht, brummende Klimaanlage – falscher Wechselrichter?

Am letzten Platz hatten wir einen Stromausfall. Durch die Sonne hatten wir ausreichend Strom, so auch unser Nachbar. Er hat seine transportable Klimaanlage kurzerhand auf seinen Wechselrichter geklemmt – und es brummte ganz fürchterlich.

Erschrocken schaute er mich an und meinte, die Anlage wäre kaputt. Nach kurzer Analyse haben wir seine Klimaanlage mal an unseren Wechselrichter gehängt und das brummen war weg. Aber warum?

Aus meinem Sammelsurium habe ich mal eben eine Glühbirne gezaubert und diese an seinen Wechselrichter gehängt. Fazit – das Licht flackert extrem. An meiner Anlage bestes Licht.

Aber warum? Was macht ein Wechselrichter?

Ein Wechselrichter wandelt die Batterie-Gleichspannung (12 V oder 24 V) in den für Haushaltsgeräte nötigen Wechselstrom um. Technisch nicht ganz einfach, denn die meisten Elektrogeräte sind für einen sauberen, sinusförmigen Wechselstrom ausgelegt. Billige „China-Wechselrichter“ kosten zwar wenig, liefern aber oft nur einen „modifizierten Sinus“. Dabei kann es zu Flackern bei Beleuchtung oder Störgeräuschen bei Geräten mit Motor oder Lüfter kommen.

Unterschiedliche Arten von Wechselrichtern

  • Modifizierte Sinus-Wechselrichter: Günstiger, oft sogenannte „China-Wechselrichter“ aber mit unsauberen Sinuswellen. Für einfache Geräte wie Heizlüfter und LED-Leuchten oft ausreichend. Probleme entstehen bei empfindlichen Motoren oder bei Geräten mit elektronischen Steuerungen.
  • Reine Sinus-Wechselrichter: Teurer, liefern eine saubere Sinuswelle wie aus der heimischen Steckdose. Ideal für Pumpen, Küchenmaschinen, Klimaanlagen, Kaffeemaschinen und empfindliche Elektronik. (z.B. dieser hier: Link)

Hier die beiden angesprochenen Negativbeispiele:

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Man sieht sehr schön das Flackern der Lampe.

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Das mobile Klimagerät startet zwar, der Motor brummt aber sehr laut. Ob die Anlage jetzt auch kühlt, wollten wir nicht ausprobieren aus Angst, dass sie kaputt gehen könnte.

Und hier mit einem guten Wechselrichter:

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Saubere Spannung bzw. Sinus und schon hat man ein tolles Licht.

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Und auch das mobile Klimagerät brummt nicht mehr so komisch sondern kühlt einfach nur – und es wird angenehm im Wohnmobil.

Leistung und Anlaufstrom beachten

Nicht nur die Dauerleistung des Wechselrichters ist wichtig, sondern vor allem auch der Anlaufstrom. Viele Geräte, vor allem Motoren (z. B. Klimaanlagen, Wasserpumpen, Kompressorkühlschränke, Mixer), ziehen beim Start bis zu 5–8 Mal mehr Strom als im laufenden Betrieb.

  • Beispiel Pumpe: Nennleistung ca. 800 W, Anlaufleistung bis zu 6400 W.
  • Ein Wechselrichter mit ausreichender Dauerleistung, z. B. 3000 W, sollte eine hohe Spitzenleistung kurzzeitig (bis zu einigen Sekunden) bewältigen können.

Tipps für die Auswahl deines Wechselrichters

  • Wähle einen Wechselrichter mit reiner Sinuswelle für empfindliche Geräte.
  • Achte auf hohe Spitzenleistung (kurzzeitiger Anlaufstrom).
  • Berechne die benötigte Dauerleistung je nach Verbrauchern.
  • Prüfe, ob dein System eine Fernbedienung oder Bluetooth-Steuerung für flexiblen Betrieb benötigt.
  • Plane bei höheren Leistungen für Lüftung und Platz.

In meinem ersten WoMo dem Hymer Camp 55 hatte ich den Ective SI 30. Diesen habe ich jetzt auch schon mehrfach bei anderen Campern gesehen und auch empfohlen. Was Pumpen usw. angeht hat er auch gegenüber dem Victron Wechselrichter mit 3000 W die Nase vorn.

Wichtig – die Absicherung

Aber Vorsicht! Im Wohnmobil mit Außensteckdose sind in der Regel Sicherungsautomaten, FI-Schutzschalter, RCD, …. usw. verbaut. Alle Verbraucher am Wechselrichter sollten direkt am Wechselrichter angeschlossen werden. Soll der WR auf alle vorhandenen Steckdosen im Wohnmobil umgeleitet werden, z.B. mit einer Netzvorrangschaltung, muss das komplette Sicherungskonzept angepasst werden!

Fazit

Egal ob einfacher Laptop oder der voll ausgestattete Camper mit Küchenmaschine, Saugpumpe und Heizung: Der richtige Wechselrichter sorgt für zuverlässigen Strom aus 12 V bzw. 24 V – ohne Brummen, Flackern oder sogar Geruch. So genießt du den Komfort einer Steckdose auch unterwegs.

Ach ja, aufmerksame Leser haben bemerkt, es gab schon einen Beitrag über Wechselrichter. Stimmt. Hier noch einmal der Link dorthin.

Kein Satellitenempfang

Heute Mittag war ich gerade am Wasser auffüllen, als ein Mann mit ernster Miene, verwuschelten Haaren und der Energie eines Menschen, der seit Stunden verzweifelt mit Technik ringt, vor mir stand.
„Ich bin Wolfgang“, sagte er, „und meine Satellitenanlage funktioniert nicht mehr.“

Man spürte sofort: Hier geht’s um mehr als nur Fernsehen. Das war eine Mission. Ein Überlebenskampf. Ein Drama um ARD, ZDF und RTL II.

Er habe alles probiert.
Mit dem Handy rumgeleuchtet, da war kein grünes Licht, Stecker raus, Stecker rein, mit der Leiter aufs Dach und an der Antenne gewackelt und geprüft, ob mechanisch verklemmt. Nichts. Keine Verbindung. Keine Hoffnung. Kein Bild.

Ich nickte verständnisvoll, stellte die üblichen Fragen. Und dann – der Moment der Wahrheit:

Hauptschalttafel und Anzeigeinstrument in einem Wohnmobil.

“ Warum schaltest du nicht eigentlich das Licht ein, sondern leuchtest mit dem Handy? Ist der Hauptschalter überhaupt an?“

Stille.

„Das… äh… das prüf ich vielleicht noch mal.“

Kurze Zeit später lief die Satellitenanlage wie ein Schweizer Uhrwerk.
Wolfgang grinste. Ich grinste. Die Antenne drehte sich, als wollte sie auch grinsen.

Manchmal liegt das große Technikproblem eben nur einen Taster entfernt.

Messgeräte

Messgeräte sind das A und O eines jeden Handwerkers. Einfach nur ein Metermaß, umgangssprachlich Zollstock, eine Wasserwaage oder ein hochpräzises Gerät um kleinste Ströme oder gar Feuchtigkeit zu detektieren.

Hier möchte ich euch einfach ein paar grundlegende Messgeräte aufzeigen. Fast alle habe ich selbst, das Ein- oder Andere habe ich mir mal zu Testzwecken geliehen.

Mein wichtigstes Gerät – das Multimeter. Nicht nur für uns im eigenen Bus, sondern auch bei vielen anderen Campern. Auch auf Campingplätzen, selbst in der Wohnung oder im Haus ist er für viele ein wichtiges Werkzeug.

Die Hauptfunktion dieses Gerätes ist das Messen der aktuellen Spannung. Ob an einer Batterie, einer Steckdose oder irgendeiner offenen Leitung.

Das Zangenamperemeter.

Der Vorteil dieses Messinstrumentes ist es, dass man Ströme messen kann, ohne die Leitungen auftrennen zu müssen. Dies hilft, um den Stromfluss zwischen Laderegler, Netzteil und verschiedenen Verbrauchern zu quantifizieren. Oder aber auch um Fehlerströme oder „blinde“ Verbraucher ausfindig zu machen.

Dieses besondere Zangenamperemeter ist leider (noch) nicht meines. Ich habe es mir ausgeliehen, um den Ableitstrom in den Schutzleitern der einzelnen Verbraucher zu messen. Warum? Der FI, der sogenannte Fehlerstromschutzschalter ist ständig „geflogen“. Mit diesem Tool konnte ich die Geräte mit den zu hohen Ableitströmen einfach ausfindig machen.

Feuchtemessgerät

Dieses Gerät verwende ich, um in Wohnmobilen und Caravans beschädigungsfrei Feuchtigkeit zu lokalisieren. Es zeigt zuverlässig an, ob das Dach, die Wand oder der Boden schon feucht sind. So kann man zeitnah gegensteuern bzw. vor der nächsten Regensaison die fehlerhafte Stelle finden und abdichten.

Im Folgenden möchte ich euch eine Übersicht mit sinnvollen Messgeräten geben.

Wechselrichter

Welcher Wechselrichter darf es denn sein? Was soll er können bzw. was möchte man damit betreiben? Ist es nur ein Laptop, oder Zwei? Ein Monitor? Oder gar eine Küchenmaschine? Eine Umkehrosmoseanlage? Eine Kaffee- oder Espressomaschine? Oder gar eine Pumpe?

Küchenmaschinen sind so der Klassiker. Je nachdem, ob sie nur ein Rührwerk oder sogar eine Heizplatte haben, brauchen diese zwischen 500 und 1500 W. Manche schaffen es sogar auf 3000 W.

Aber auch der Wasserkocher oder der Mixer brauchen zwischen 500 und 3000 W. Dafür nur meist für wenige Minuten.

Auf die notwendige Batteriekapazität usw. gehe ich in einem anderen Beitrag mal ein.

Noch in unserem Haus hatten wir eine Zisternenpumpe. Diese versorgte die Toilette und den Garten mit Regenwasser. Das spart am Geldbeutel. Laut Typenschild braucht diese „nur“ 800 W. Mit meinem ersten Wechselrichter, einem 2000 W Weikin power inverter für 120€ sollte es eigentlich funktionieren.

Die Pumpe ist zwar angelaufen, hat aber ziemlich komisch geklungen und noch komischer gerochen.

Ok, da der Solarladeregler von Victron war, dachte ich, ich hole mir einen von Victron incl. Bluetooth Dongle. 12V / 1000 W für 374 € + 50 € für Bluetooth. Dafür HF Fest und CB, PMR und Amateurfunk werden nicht gestört.

Aber die Pumpe lief hier erst gar nicht an.

Also habe ich den Kundendienst von der Pumpe angerufen und nachgefragt. Ja – die Pumpe braucht einen ordentlichen Sinus und der Anlaufstrom ist 5-8 mal so gross wie der Nennstrom. Also 3000 – 6400 W !!!

Welcher Wechselrichter kann denn das?

Nach weiteren Recherchen habe ich mir dann den SI 3000 W von Ective bestellt. Sauberer Sinus, Dauerleistung 3000 W, 10 s 4500 W und 2 s 6000 W. Das ist mal ne Ansage, für schlappe 480 €…

Im Bild hier der riesige Wechselrichter – mit Umschaltstation US 16. Damit konnte ich dann im Haus im Blackoutfall sämtliche Pumpen sowie die Heizung weiter mit 230 V versorgen.

Somit viel dann am Ende die Wahl auf genau diesen Wechselrichter für unser erstes Wohnmobil. Ich konnte alles betreiben, was ich wollte. Auch eine starke Saugpumpe, um Autark von irgendwoher Wasser zu ziehen und zu filtern.

Mittlerweile habe ich diesen Wechselrichter auch schon in anderen Wohnmobilen und Campern eingebaut. Hier zusätzlich auch mit Kabelfernbedienung.

Aufgrund des geringen Platzbedarfs war hier noch eine Zwangsbelüftung mittels Lüfter notwendig.

In unserem Bus habe ich heute eine Mastervolt Anlage. Somit auch den Wechselrichter bzw. 2 Wechselrichter Synchron von Mastervolt.

Beide liefern 4000 W und kurzzeitig 7000 W. Somit kann ich hier dauerhaft 8kW ziehen. Reicht für Herd, Ofen, Boiler und Espressomaschine auch gleichzeitig.

Hymer Solaranlage

Ursprünglich hatte das Hymermobil keine Solaranlage. Der Vorbesitzer bewegte sich ausschließlich zwischen zu Hause und Campingplätzen mit Strom. Unterwegs gab es Kaffee und gekochtes vom Gaskochfeld im Wohnmobil oder am externen Gaskocher.

Da wir aber komplett autark stehen wollten, brauchten wir für unsere Ansprüche Strom. Was sind unsere Ansprüche? Unabhängig sein. Vom Gas zumindest. Und wenn Sonne scheint, können wir alles kochen was wir wollen.

Eine Solaranlage als Backup für einen möglichen Blackout hatten wir auf unserem Gartenhaus. Hiervon habe ich einfach die größte der 3 Zellen abgebaut und auf das Wohnmobil geschraubt bzw. geklebt. Im Bild 2 x 275 W und 1 x 330 W.

Eine von 80 Starterbatterien aus einer Diesellok (Rail) diente mir als Solarspeicher. Da ich die 175Ah Batterie kürzlich durch 4 Batterieblocks a 280Ah getauscht hatte, kam diese „kleine“ nun ins Wohnmobil.

Auch nach vielen Testreihen mit insgesamt 4 verschiedenen Wechselrichtern, habe ich mich dann für den von Ective entschieden. Der hat 3kW Dauerleistung und damit kann man selbst Pumpen, Motoren, Schweißgeräte usw. betreiben.

(Hier der Link zu einem extra Beitrag über Wechselrichter – Link)

Ich ziehe Kleben dem Schrauben vor. Selbst bei 120 km/h hat sich da bisher nichts bewegt. Und es ist dicht. Dies waren somit meine ersten beiden Solaranlagen, aber etliche sollten noch folgen…

Ein Glück, dass unsere Solarleistung so hoch war – zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch kein passendes Kabel, um an den Stanardsteckdosen an einem Campingplatz zu laden…

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