Vanlifer und Problemlöser on Tour

Kategorie: Travel (Seite 2 von 2)

Florenz – Kunst, Kultur und Spannung

Italien ist immer eine Reise wert – da sind wir uns sicher. Kürzlich las ich in einem Blog von einem Camper, der quer durchs Land unterwegs war – bis in die Toscana… Da wir gerade aus dem Süden kamen lag Florenz mittendrin und hat uns sehr neugierig gemacht.

Warum gerade Florenz? Nun, die Stadt ist nicht nur wegen ihrer Schönheit legendär, sondern vor längerem hatten wir „Dan Browns Inferno“ gelesen und kurz zuvor den Film gesehen. Da lag es für uns auf der Hand: Wenn man schon mal in der Gegend ist, kann man Kultur, Geschichte und ein bisschen Spannung perfekt verbinden.

Ein schöner kleiner Fußweg in die Stadt.

Unsere Reise begann mit der Herausforderung Parkplatzsuche. Im Norden der Stadt waren wir zuerst unterwegs, doch unser Camper war leider etwas zu groß für die engen Parkplatzeinfahrten. Also suchten wir weiter – und fanden schließlich einen Parkplatz oberhalb der Piazzale Michelangelo im Süden. Von hier aus hat man einen grandiosen Blick auf Florenz, nur schade, dass wir vorher online hätten buchen sollen. Letztendlich landeten wir etwas weiter draußen – aber mit etwas Planung klappt es bestimmt beim nächsten Mal noch besser.

Florenz von oben
Blick auf die Stadt Florenz

Florenz bietet nicht nur atemberaubende Ausblicke, sondern auch eine Fülle an Orten, die Dan Brown in Inferno gekonnt in seine Geschichte einwebt. Ein absolutes Muss ist die Basilica di Santa Maria del Fiore, Florenz’ imposanter Dom mit der beeindruckenden Kuppel von Brunelleschi. Auch das historische Palazzo Vecchio, wo im Buch viele spannende Szenen spielen, lohnt einen Besuch. Wer den Spuren von Robert Langdon folgen möchte, sollte unbedingt die Uffizien besuchen – eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt mit Werken von Botticelli, Michelangelo und da Vinci.

Ein Spaziergang über die Ponte Vecchio, die berühmte „Alte Brücke“ mit ihren aneinandergereihten Schmuckläden, rundet den Tag idyllisch ab – ganz wie in Inferno dargestellt.

Florenz ist also weit mehr als nur eine Stadt: Sie ist ein lebendiges Museum, ein spannender Roman und vor allem ein Ort zum Verlieben. Für uns steht fest: Wir kommen wieder – mit dem richtigen Parkplatz im Rücken und vielen neuen Entdeckungen in der Tasche.

Bewegungsmangel

Viele Mitmenschen, deutlich mehr Menschen mit festem Wohnsitz und sogenanntem „geregeltem Leben“ gegenüber Vanlifern, leiden unter Rückenschmerzen, Übergewicht und weiteren Wohlstandskrankheiten. Klar, sie haben halt keine Zeit, so wie wir…

Bewegungsmangel kann man uns nicht nachsagen. Wir sind immer auf Achse. Mit dem Bus, zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad, oder manchmal auch auf Pferd oder Esel.

Pferd und Esel
Waschmaschine im Bus

Aber was hat das jetzt Beides miteinander zu tun? Uns ist in diversen europäischen Städten aufgefallen, dass viele Menschen öffentliche Waschsalons nutzen. Weil es schneller geht, unkompliziert ist und manche einfach keine Waschmaschine haben. Wir haben zwar Eine, aber 50 Liter Trinkwasser für eine Wäsche – das muss man sich schon gut überlegen ob man wirklich wäscht, wenn man keinen externen Wasseranschluss zur Verfügung hat.

Heute war also mal wieder Waschtag. Rucksäcke und Taschen gepackt und los. 30 min hingelaufen, vier komplette Betten und 10 kg Wäsche in die Maschinen, Timer am Handy gestellt und weiter zum Stadtbummel, Einkauf, Spaziergang am Meer, in ein nettes Kaffee, was auch immer.

Tobi auf dem Weg zum Waschsalon mit großer Tasche am Rücken

Was wir aber nicht nur hier am Waschsalon sondern an vielen Stellen beobachten: Ein Paar kommt angefahren, sie packt die Wäsche in die Maschine und setzt sich in den Salon. Er sitzt im Auto und wartet. So eine Wäsche dauert im Schnitt 30-40 min plus Trockenzeit von 20-40 min. Und was macht er bzw. sie? Entweder am Handy daddeln oder eben gar nichts.

Bewegungsmangel eine Volkskrankheit? Bewegungsmangel aus Zeitmangel? Wie oft sehen wir Menschen in Autos sitzen und einfach nur warten, dass jemand zurück kommt? Vom Waschen, von der Fußmassage, vom Einkauf, von was auch immer? Diese Zeit könnte man doch für die Gesundheit nutzen. Gelenkschonend, gut fürs Herz, gut für Geist und Körper. Einfach mal ne Runde um den Block gehen.

Auf der Karte haben wir die beiden Waschsalons markiert, die für uns (bisher) auf dem Landweg am weitesten auseinander waren.

Internet – die Lebensader des Vanlife

Ein Schild mit der Aufschrift Paralia

Wie komme ich bitte nach „PARALIA“, wie auf dem Schild? Und wo liegt das eigentlich? Was bedeutet das? Warum geht mein Online- Übersetzer für Portugiesisch, Spanisch, Ungarisch, Bulgarisch, Italienisch oder Griechisch nicht?

Für Vanlifer ist das Internet weit mehr als nur eine Annehmlichkeit – es ist das Tor zur Freiheit. Mit einer stabilen Verbindung wird jeder Ort zum Büro, jede Straße zur nächsten großen Entdeckung. Ob Navigation zu versteckten Stellplätzen, Wetter-Updates in Echtzeit oder der Kontakt zur Familie per Videoanruf – das Netz hält alles am Laufen.

Es ermöglicht flexibles Arbeiten von überall, den Austausch mit der Community und das Teilen unvergesslicher Erlebnisse. Ohne Internet? Kein Remote-Job, keine spontane Routenplanung, kein digitales Nomadentum.

Allerdings weiß ich mit dieser Uhr und einer offline Karte, wo ich bin…

Uhr mit Koordinaten

In einer Welt, die immer vernetzter ist, ist eine zuverlässige Internetverbindung für Vanlifer nicht nur praktisch – sie ist essenziell für ein Leben voller Abenteuer und Unabhängigkeit.

Handyvertrag finden

Für unsere angepasste Lebenssituation mussten wir jetzt aktuell auch unsere Verträge anpassen. Unter dem oben stehenden Link haben wir für uns das Perfekte gefunden.

Das Geheimnis des Alfa Romeo

Wandern ist unsere Leidenschaft – in kürzester Zeit kennen wir jede Gasse und jeden Pfad rund um unseren aktuellen Standort. Heute nutzten wir die Gelegenheit, während die Kinder nach einem anstrengenden Vortag ausschliefen, um eine Erkundungstour in die umliegenden Berge zu unternehmen.

Ein schmaler Weg führte uns durch einen idyllischen Park, über eine alte Steinbrücke und dann stetig bergauf, flankiert von Mäuerchen und wilden Sträuchern. Plötzlich blieb ich stehen. Vor uns lag ein einsames Rad – ein Alfa Romeo-Rad, noch mit Bremssattel und Radnabe. Als Technik-Fan war mein Interesse sofort geweckt.

Doch das war erst der Anfang. Wenige Meter weiter fanden wir eine Antriebswelle, verstreute Edelstahlkugeln eines Kugellagers glänzten auf dem Asphalt. Dann eine Feder – achtlos neben einem Mülleimer liegend. Noch ein Stück den Berg hinauf – eine zerbrochene Lagerschale. Und dann: Der „Stein des Anstoßes“. Offenbar hatte hier jemand mit voller Wucht etwas getroffen.

Die Spuren erzählten eine Geschichte: Ein Fahrer, der trotz eines heftigen Zusammenstoßes weiterfuhr, eine Ölspur und verstreute Fahrzeugteile hinterließ – bis sich schließlich das gesamte Vorderrad samt Bremse verabschiedete. Warum er trotzdem noch fast einen Kilometer schaffte? Das blieb ein Rätsel.

Auf dem Rückweg wollten wir den Alfa Romeo finden. Doch er war verschwunden – als hätte es ihn nie gegeben.

Trocken-Trenn-Toilette

Was für ein langes Wort. Eine Trockentrenntoilette. Völlig ohne Chemie und ohne Geruch bzw. Gestank. Ja – das funktioniert.

Aber was ist das genau?

Normalerweise hat man im Camper immer so ein Chemieklo. Das stinkt, da ist so ne grüne, blaue oder sonstige stinkende, giftige Brühe drin. Und das ausleeren ist einfach nur eklig. Vor allem wenn man Mietcamper beobachtet. Manche geben sich Mühe und haben Handschuhe an und arbeiten sehr sauber. Andere kippen ihr „Stoffwechselendprodukt“ in den Gulli und lassen die Reste liegen. Manch‘ einer spült das ganze dann mit dem Frischwasserschlauch… Nicht schön. Wir haben da unserer Meinung nach etwas besseres.

Wie der Name schon sagt, wird da in der Toilette getrennt. Also flüssig und fest oder vorne und hinten.

Diese Toilette kommt somit auch komplett ohne Wasser und vor allem ohne Chemie aus. Was sehr ressourcenschonend und umweltfreundlich ist.

Die Flüssigkeit wird in einem Kanister oder wie bei uns in einen Grauwassertank bzw. Abwassertank geleitet. Der Feststoff und das Toilettenpapier wird in einem Müllsack in einem Eimer gesammelt und gesondert entsorgt.

Es gibt das Gerücht, dass solche Toiletten stinken. Ja, das haben wir auch schon gehört und gerochen. Nicht aber bei uns!

Das Wichtigste ist eine gute Belüftung oder Absaugung. Wir haben dafür einen Lüfter laufen, der nicht nur permanent aus der Toilette, sondern auch aus der Dusche die Luft absaugt und nach draußen befördert.

Der Korpus unserer Toilette ist stabil aus einem Aluminium Stecksystem gebaut. Das ganze dann hübsch mit Holz verkleidet.

Prinzipiell kann man jede Toilette aus jedem Camper oder Wohnmobil durch eine Trockentrenntoilette ersetzen. Aber auch in der Gartenlaube oder in Wohnhäusern ist die Umrüstung auf eine Trockentrenntoilette möglich… Erfahrungen haben wir auch hier.

Je nach Land, Möglichkeiten der Grauwasserentsorgung usw. kann man das Abwasser dann auch so behandeln, dass es nicht riecht. Dafür verwenden wir natürliche Mittel, Chlor wie in der Trinkwasseraufbereitung oder sogar EM – effektive Mikroorganismen. Auch hier haben wir einiges an Erfahrung gesammelt.

Den Sack mit den Feststoffen kann man an diversen Müllstationen und Mülleimern entsorgen. Wir achten hier sehr darauf, dass kein Mensch mehr unseren Sack in die Hand nehmen muss. Also nicht direkt am Dorfplatz in den einzigen überfüllten Eimer stecken!

Ach ja, neben dem Chemieklo gibt es natürlich auch Toiletten mit Hexler oder „Feuerbestattung“. Diese brauchen zum zerkleinern Strom bzw. Gas. Auf jeden Fall immer mehr Energie, als die Trockentrenntoilette.

Und die Materialkosten für eine Trockentrenntoilette mit fertigem Einsatz belaufen sich auf ca. ab 100 €. Für fertige Trenntoiletten kann man dann schon mal 500 – 2000 € für einen kompletten Umrüstkit ausgeben. Die Gastoiletten haben wir schon bis 5.000 € gesehen.

Setra S 415 GT

Unser neues Zuhause. Für jeden ein Zimmer, Küche, Bad, Esszimmer, Umkleide – (manche sagen auch „hinterer Türbereich“). Kamin, Umkehrosmoseanlage, großer Kühlschrank, große Festbetten, große Dusche und eigenes WC. Halt alles, was man so im Haus braucht.

Unser Setra S 415 ist ein Grand Toursimo. 12 l Hubraum, 6 Zylinder mit 354 PS und 6 Gang Schaltgetriebe. Langstrecke schaffen wir es mit 17 l / 100km. Im Winter bis zu 30 l / 100km.

Setra S 415 GT
Setra S 415 GT
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